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Gruppe XVI. Heereswesen.
1. Einen neuen Truppenmedicinwagen mit vollständigerAusstattung, einschliesslich der Krankentragen und Bandagentornister,jedoch ohne Arzeneien. Er ist in Rücksicht auf möglichste Haltbai'keitim Felde etwas schwer construirt, zeichnet sich aber sonst durch prak-tische, zweckmässige innere Einrichtung vortheilhaft aus. Von einigenSeiten wurde dabei noch hervorgehoben, dass es sich empfehlen möchte,die Fächerkasten mit Auszügen zu versehen, um beim Gebrauch in Ge-bäuden nicht die einzelnen Arzneibüchsen transportiren zu müssen.
2. Verschiedene kleinere ähnlich eingerichtete Fahrzeuge,darunter: einen Wagen für ein Sanitätsdetachement und einenebensolchen für ein Feldlazareth.
Das spanische Kriegsministerium gab: einen zweirädrigenKarren für Sanitätsmaterial (Apothekerkarren), ebenfalls ziemlich schwer,und einen Packsattel, mit Wasserfass, Medicinkasten und Instru-mentarien ausgerüstet.
Kellner (Paris) stellte auf: einen grossen und einen kleine-ren Fourgon, nach dem neuesten System v. Mundy’s (1873) mitgrossen, Feldrequisiten aller Art enthaltenden Körben bepackt, für vierund zwei Pferde Bespannung bemessen. Ob Körbe, deren Leichtigkeiteine schöne Eigenschaft bleibt, durchweg geeignet sind, zur Verpackungvon Gegenständen, zu denen man rasch gelangen will, muss dahingestellt bleiben. Die Fahrzeuge, welche auf Federn ruhen, sind mitje drei Thüren versehen und geeignet, unter Umständen auch Verwun-dete fortzuschaffen.
Locatis (Turin) Fourgon, ebenfalls nach v. Mundy gebaut, be-sitzt Fenster und Thüren sowie ein Coupe und soll für Aufnahme vonvier liegenden oder vier sitzenden Verwundeten verwendbar sein kön-nen, das Aufladen der Bahren möchte aber grosse Schwierigkeit haben.
VI. Lazareth-Eisenbalinzüge.
Das grösste Interesse beanspruchten im Pavillon unstreitig dietheils in natura, theils imModell ausgestellten S anitäts-Eisenb ahn-züge. Wenn die ursprüngliche primitive Art des Verwundetentrans-portes auf Stroh oder allenfalls auf Matratzen am Boden der Güter-waggons, wie solche 1859 bei der erstmaligen Verwendung der Eisen-bahnen zum Zwecke grösserer Evacuirungen die Regel bildete, aller-dings schon in dem amerikanischen Kriege verhältnissmässige Verbes-serungen erhielt, so waren 1866 doch noch auf beiden Seiten dieVorkehrungen derartig unvollkommen, dass grosse Massen Schwerver-wundeter dem Bahntransport überhaupt nicht unterworfen werdenkonuten. Um so mehr ist vom humanitären wie vom rein militairischenStandpunkte die grosse Vervollkommnung anzuerkennen, welche seit-