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Gruppe XVI. Heereswesen.
ben, financielle Opfer zu umgehen, von dem Alten so viel zu retten alsirgend möglich ist. Wie zu allen Zeiten handelt es sich auch jetzt ummöglichst grosse Tragweite bei möglichst grosser Treffsicherheit.Der Anforderung mit grossen Ladungen präeise zu schiessen, ver-mag in ausgiebiger Weise nur der gussstählerne Hinterlader zugenügen. Der Hinterlader ist daher auch als Feldgeschützmehr und mehr in Aufnahme gekommen, er war in stattlicher Zahl inder Ausstellung vertreten.
Auch über die Frage ob Bronze, ob Gussstahl? ist wohl dieEntscheidung schon gefallen. Die Bronze, zwar zähe, dem Zersprin-gen weniger ausgesetzt, hat nicht diejenige Widerstandsfähig-keit, welche grosse Ladungen verlangen, wenn anders nicht das Rohrin zu gewichtigen Dimensionen ausgeführt werden soll. Dem Guss-stahl wohnt dagegen grosse Haltbarkeit inne, er widersteht beson-ders gut den Angriffen der Stichflamme, und es kann durch Berin-gung auch schwächeren Röhren die Sicherheit gegen das Zerspringengegeben werden, welche die Bronze so sehr auszeichnet.
Das stählerne Ilinterladungs-Ringgeschütz mit ange-messen starkem Ladungsquotienten und daraus resultirendergrösserer Bahnrasanz — derartig geregelt, dass die Verwendungeiner kräftigen Shrapnelwirkung nicht ausgeschlossen ist — möchtedaher die meiste Aussicht auf allgemeine Annahme besitzen.
Wenn die Bronze, wie in der Ausstellung vielfältig documentirtwar, auch heute noch zu gezogenen Hinterladern verwendet wird, sospricht dafür der Umstand, dass man die vorhandenen Metallbeständeauf diese Weise verwerthen will, dann aber auch die Erwägung, dassdie Staatsetablissements wohl für den Bronzeguss, nicht aber auf diekostspielige Herstellung von Gussstahlproducten eingerichtet sind.Als Ersatzmittel für Gussstahl wird Bronze immerhin dienen können— sollte es gelingen ihr auf irgend eine Weise die fehlende Eigen-schaft der Festigkeit zu verleihen, so wäre damit ein grosser Gewinnfür die Geschützherstellung erzielt.
Namhafte Fortschritte sind bei den schweren Positions-geschützen eingetreten. Auf diesem ergiebigen Felde konnte die Eisen-industrie ihre volle Leistungsfähigkeit entwickeln, und Erzeugnisse wiesie Krup p, wie sie Perm und Oboukhoff und Fingspong vor-führten, scheinen fast die Grenze des Erreichbaren zu berühren.
Auch auf diesem Gebiete herrscht schon eine gewisse Einstimmig-keit, der Hinterlader hat sich dasselbe erobert. Den meisten ballistischenEffect besitzen unter den schweren beringten Rohren die Pression-geschiitze, sie haben die grössere Tragweite und Percussions-kraft für sich. Dem Begriffe der Einfachheit entsprechen die grossenGeschütze mit den zahlreichen Vorrichtungen, welche an ihnen ange-bracht worden, zwar nicht mehr, aber Bewegung und Handhabung