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Gruppe XVI. Heereswesen.
nein Leder gearbeitet. Das Sattelpferd ist mit einer gewöhnlichenStange gezäumt, deren Arme unten durch einen Balken verbunden sind,das Handpferd führt dagegen eine eigenthümliche Ilalfterzänmung, beiwelcher ein eiserner Bügel mit Charnieren, an den sich unten eineKinnkette schliesst, vom Maule des Pferdes quer über die Nase geleitetund mit dem eingeschnallten Handzügel in Verbindung gesetzt ist.Vortheile dieser Einrichtung leuchten nicht ein. Die Kummete sinddie gewöhnlich üblichen. Die Vorderpferde werden direct an die Zug-taue der Stangenpferde gespannt, ziehen daher unmittelbar an derBracke. Alle vier Zugpferde tragen Sättel (Pritschen). Das Sattelpferdist mit einer Packtasche, das Handpferd mit zwei solchen Taschen aus-gerüstet. Der Umlaufriemen, mit welchem das Stangenpferd versehenist, wird am Kummet durch starke Oesen festgehalten, an ihm, nichtunmittelbar am Kummet, findet der Widerhaltriemen Befestigung. DasTragen der Deichsel wird von den beiden Stangeupferden bewerkstel-ligt, und ist dazu eine besondere Einrichtung getroffen worden. Aufden Sattelknöpfen der Stangenpferde sind nämlich eiserne mit Riemenversehene Bügel befestigt, in welchen Deichseltragstangen ru-hen, die mittelst eines abwärts laufenden Riemens die Deichsel tragen.Die Vorrichtung ist complicirt, schnellen Bewegungen hinderlich, undgestattet kein rasches Auswechseln der Pferde. Sie dürfte nur in derspanischen Artillerie zu finden sein.
5. Das Modell eines 8 - cm-Geb ir g sges chiitz es zum Trans-port auf vier Maulthieren verladen, und ein solches zusammengesetztin der Feuerstellung. Die Tragsättel sind, was wichtig sein möchte,sämmtlich von gleicher Einrichtung. Ein Maulthier befördert dasRohr, das zweite die Laffete, das dritte Räder und Zubehör, das viertedie Munition (36 Schuss in 4 Kästchen). Zum Geschütze gehören8 Bedienungsleute.
6. DasModell einer glatten 28-cm-Küstenkanonenach demProjecte des Brigadegenerals Barioche. Das Geschütz, zum Feuernüber Bank bestimmt, besitzt eine lange, durch die Traube führendeRichtspindel.
7. Das Modell eines gezogenen Vorderladungsmörsersmit Zahnbogenrichtmaschine.
8. Die Modelle eines eisernen Hebezeuges und eines Trique-balle nach französischem Systeme.
Für ein näheres Studium des spanischen Waffenwesens warschliesslich noch durch die vom Museo de Artillerio ausgelegtengrossen Albums umfänglich gesorgt, in welchen über die Maass- undGewichtsverhältnisse aller in der Artillerie des Landes gebräuchlichenObjecte die detaillirtesten Angaben nebst Zeichnungen zu finden waren.
Mit besonderem Danke muss, namentlich im Hinblick auf dieZeitverhältnisse, das Bestreben der spanischen Militairbehörde aner-