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120 Gruppe XVI. Heereswesen.
Einsicht nicht gestattet wurde. Das Instrument besteht in seinemHaupttheile aus einer dünnen, die Länge der Seele um etwas über-ragenden Messingröhre, welche auf einem vorderen Ansätze kleine,zum Eintreten in die Züge bestimmte Warzen trägt. Ein in dieserRöhre verschiebbarer Stab übt eine Einwirkung auf die Stellung derWarzen aus. Nach dem Einfuhren des Kalibermessers in das Rohrlässt sich vermittelst einer an der Messingröhre aussen angebrachtenScala die Stelle des Seelenquerschnittes ersehen, für welche das Kalibergemessen wird, während die Grösse des letzteren an einer Theilung derSchiebestange abzulesen ist.
Die grossartigen artilleristischen Producte Russlands, die, nächstden Krupp’sehen, die bedeutendsten auf dem Industrieschauplatzewaren, beanspruchen ungeteilteste Anerkennung und Bewunderung.Segensreiche Folgen werden sich an die unausgesetzte Fürsorge knüpfen,welche die kaiserliche Regierung der Entwickelung der Technik in sohohem Grade widmet.
Griechenland. Das Staatszeughaus in Nauplia hatte wohleinige artilleristische Gegenstände aufgestellt, die jedoch etwas Neuesnicht darlegten und daher eine besondere Besprechung nicht erfordern.Es befanden sich unter ihnen: zwei Feldgeschütze älterer französischerConstruction, das Modell eines neuen vierpfündigen Kanons ('/. ( Maass-stab), ebenfalls französischen (la Hitte) Systems; eine dreizölligeGebirgskauone, für ein Pferd bestimmt; das Modell einer alten fran-zösischen Pulverstampfmühle; diverse Munitionsartikel und dergleichen.
Spanien. Auch im Gebiete der grossen Feuerwaffen war diesesReich recht vollständig vertreten. Da der Transport der Objecte selbstschwierig gewesen wäre, so hatte man es vorgezogen, diese durchäusserst genaue, künstlerisch schön gearbeitete Modelle zu ersetzen.
In natura lag nur, ausser einiger vom Pyrotechnischen Eta-bliss erneut zu Sevilla eingesendeten Munition, ein bronzenes8-cm-Feldkanonrohr des neu angenommenen System es aus, ange-fertigt in der Geschiitzgiesserei zu Sevilla.
Das bronzene 344 Kg schwere mit 12 Zügen versehene Rohrtrug die Inschrift: „ Primer Canon de 8 cm cargado por la Becannarafundido en Espana fuc proyectado y construido en el ano de 1868 enla fmidicion de Sevilla habiendo resistido sin alteracion en sus condi-ciones balisticas 1412 disparos a damas de los 515 de prueba deFahr i ca
Diese anhaltenden Schussproben hatte das Kanon sehr gut be-standen, es zeigte nur wenige Ausbrennungen, eine kleine Furche inder Seele sowie ein etwas deformirtes Zündloch, und musste demnachvorzügliche Bronze enthalten.