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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Section II. Allgemeine Bewaffnung etc.

der Feuergewehre, deren allein die Lütticher Büchsenmacher gegen80 verschiedene vorzuführen vermocht hatten. Umfänglichere Ver-breitung über mehrere "Länder fanden nur das Zündnadelgewehr(Preussen, deutsche Staaten undDonaufürstenthümer), das Chassepot-gewehr (Frankreich, Türkei) und das amerikanische Remington-gewehr (Amerika, Schweden und Norwegen, Dänemark, Spanien, Egyp-ten, Griechenland u. a. m.).

Die Nadelgewehre (Zündnadel- und Chassepotgewehre) mit Pa-pierpatronen sind mehr oder weniger wohl als im Ausscheiden be-griffen zu betrachten. Die Gewehre mit Metallpatronen zerfallenje nach der Art ihres Verschlussmechanismus in solche mit Kolben(ü la Dreyse) mit Klappen- und mit Wellenverschlüssen. Bei denersteren wird der Verschlusskolben, welcher gewöhnlich den Schlag-stift für die Zündung und die Spiralfeder enthält, zum Oeffnen undSchliessen vor, zurück und seitwärts bewegt und gedreht, er lehnt sichmit seinem Kopfe bei den neueren Constructionen nur noch gegen dashintere Ende des Laufes und den Boden der Patrone. Zu dieser Gat-tung zählen namentlich: das Schweizer und Italiener Vetterligewehr,das niederländische Beaumontgewehr, das deutsche Mausergewehr, dasrussische Berdangewehr Nr. 2.

Der Klappenverschluss bietet in seinem Blocktheile, welcherebenfalls den Zündstift und die Spiralfeder enthält, gleich wie es beiden vorigen Neuconstructionen der Fall ist, nur den Boden, auf wel-chen sich die Metallpatrone stützt. Die Klappenbewegung erfolgt ent-weder auf- und abwärts wie bei dem Schweizer Peabodygewehr, dembayerischen Werder-, dem englischen Henry - Martinigewehre, odervorwärts wie bei dem russischen Berdangewehre Nr. 1, dem belgi-schen Albini-, dein österreichischen Wänzl-, dem Schweizer Amsler-gewehr, oder rückwärts wie bei dem Remingtongewehre, oder seit-wärts wie bei dem französischen Tabatieregewehr, dem russischenKrnka- und dem englischen Snidergewehre. Der Wellenverschlussdes österreichischen Werndlgewehres erfolgt durch einen um eine Achsedrehbaren Cylinder, der mit einer Laderinne sowie mit einer Bohrungfür den Schlagstift und die Spiralfeder versehen ist.

Der Schloss-und Verschlussmechanismus der Gewehre befindet sichentweder in einem direct am Rohre befestigten oder in einemabgesonderten Gehäuse. Das Entfernen der gasdichten leerenPatronenhülse geschieht entweder durch einen einfachen Extractor,welcher eine Nachhülfe des Schützen erfordert, oder aber vermittelsteines besonderen , meist mit Fedeiwirkung versehenen Ejectors, dersie selbstständig herauswirft.

Alle die genannten Constructionen zeigen die Waffe nur alsEin-zelnlader , sie erfordern für jeden Schuss das erneute, vollständigeManipuliren mit der Patrone. Es ist daher nicht zu leugnen, dass