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Section II. Allgemeine Bewaffnung etc.
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Die richtige Würdigung dieser Verhältnisse wird sieh am bestendurch einen Rückblick auf das, was innerhalb der letzten Jahrzehntefür Ausbildung des Waffenwesens geschehen ist, gewinnen lassen.
In heryortretender Weise entwickelten sich zunächst die Hand-feuerwaffen. Das gezogene Gewehr, die Büchse, die schon vor dreiJahrhunderten bekannte Waffe, hat erst nach langem Ringen und nachwesentlichen Wandelungen ihr rationelles System zur allgemeinen Gel-tung bringen können. Dreissig Jahre und darüber sind verflossen,seit Preussen, nachdem es den Werth schnellzuhandhabender Präci-sionsfeuerwaffen auf das Gründlichste erprobt hatte, zuerst seine ge-summte Infanterie mit Hinterladern ausrüstete. Grosse historischeErinnerungen knüpfen sich seitdem an das preussische Zündnadel-gewehr, sie haben es in Wahrheit zu jener „gefeierten National-waffe 11 ez’hoben, zu welcher es patriotische Voraussicht einst bestimmthatte. Die wesentlichsten Fortschritte der heutigen Waffentechnik:die Züge, das allmälige Eintreten des Geschosses in dieselben, die Hin-terladung und die Vereinigung von Geschoss, Ladung und Zündungzur Einheitsmunition, sie finden sich in jenem genial componirten Ge-wehre, das die Führerschaft in der Entwickelung der Feuergewehreübernommen hat, bereits in ausgiebigster Weise verwirklicht. DieErfahrungen des Krimkrieges, der amerikanischen Bürgerkriege, desdänischen Krieges (1864) und die des Feldzuges von 1866, sie konntennur dazu dienen, die Ueberlegenheit der gezogenen Hinterladungs-gewehre gegen die Vorderlader auf das Deutlichste klarzulegen,auf das Sicherste zu begründen.
Noch aber war es möglich in der Vervollkommnung des Systemsweiter zu dringen, und die Mittel, welche die gesteigerte Technik zubieten vermochte ausnutzend, andere namhafte Vortheile der Hinter-laderwaffe einzuverleiben. Die letzten Jahre haben darin Wesent-liches geleistet. Zunächst waren in mechanischer Beziehung die Män-gel zu überwinden, welche sich an den unvollständigen Abschlussgegen die Pulvergase, und an die noch immer complicirte und etwasunbequeme Ladeweise knüpften, dann aber galt es auch die ballistischeWirksamkeit der Waffe durch Erzielung einer flacheren Geschossbahnzu steigern, der Art, dass diese bei ausreichender Bercussionskraft derProjectile den möglich grössten bestrichenen Raum gewährt. Das imVerhältniss zur Ladung zu grosse Kaliber der bisherigen Gewehre, dietiefen Züge mit ihrem starken Drall, die trotzdem ungenügende Füh-rung des Geschosses, sie bewirkten auch auf mässige Entfernungenschon eine so stark gekrümmte steil einfallende ballistische Curve, dassnur bei grösster Gewandtheit im Gebrauche der Waffe noch ein massi-ger, immerhin aber unsicherer Erfolg auf solche Distancen zu erreichenwar. Es ist jedoch ein für die Kriegswaffe nicht zu unterschätzenderVortheil, wenn selbst bei fehlerhaftem Gebrauche, bei Irrthümern im