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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
Entstehung
Seite
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Section I. Truppenausrüstung und Bekleidung. 25

oder rechteckigen langen Tafeln. Ein Quantum zum Preise von 40 Cen-times, in 3 / 4 1 Wasser aufgelöst, giebt, nach zwanzig Minuten langemSieden, eine wohlschmeckende äusserst nahrhafte Speise.

Sclilusstemerkune.

Wenn es in den vorstehenden, wenigen Zeilen auch nur eben mög-lich gewesen ist, die Bekleidung, Ausrüstung und Verpflegung desHeeres in einzelnen Umrissen zu charakterisiren, so dürfte diese Skizzedoch wohl hinreichen, um daran zu erinnern, wie gross und mannig-faltig das Gebiet der Militairökonomie sei, und wie wenig davon in derI. Section der Gruppe des Heerwesens zur Geltung gekommen ist. Unddabei hat noch so mancher wichtigen Gegenstände (wirerwähnen alleinder Geräthe, Maschinen und Einrichtungen des Verwaltungswesens, dermusikalischen Instrumente ctc.) gar nicht gedacht werden können.

Trotz aller Lückenhaftigkeit in der Ausstellung lassen sich aberdoch die Administrationsprincipien klar erkennen, welche sich in deneinzelnen Staaten Geltung verschafft haben. InPreussen und Deutsch-land ist der Modus der Selbstverwaltung des Bekleidungs- und Aus-rüstungsmaterials durch die Truppentheile am weitesten ausgebildet, nureben einzelne Rohstoffe (Tuch-und Metallwaaren) werden aus den Depotsgeliefert. Oesterreich-Ungarn vertritt das entgegengesetzte Princip,es hat feste Centralisirung angestrebt, indem es die Lieferung seinergesammten Heeresbekleidung und Ausrüstung einer einzigen Privat-industriegesellschaft an vertraute.

Die anderen Militairstaaten, Russland voran, wendeten sich dage-gen einem gemischten System zu, und glauben sich dadurch die Vor-theile beider Bezugsarten gesichert zu haben. Welcher diese Beschaf-fungsweisen der Vorrang zuzuerkennnen sein möchte, dürfte sich kaumentscheiden lassen, es kommen dabei zu viel begleitende Umstände inBetracht. Die Selbstwirthschaft hat jedenfalls die grössere Selbststän-digkeit im Gefolge, sie arbeitet aber vielleicht etwas theurer undweniger rationell. Anders gestaltet sich das bei den Leistungen der cen-tralisirten Privatindustrie, welche alle technischen Hilfsmittel in gross-artigster Weise ausnutzen kann sie hat aber die Probe des Aus-reichens ihrer Wirksamkeit für den Ernstfall noch zu liefern.