Section I. Truppenausrüstung und Bekleidung. 19
sollen auch in der russischen Armee nach stattgehabten Versuchen nichtbesonders ausgefallen sein.
Von den aus den Werkstätten des Fuhrwesens hervorgegangenenFahrzeugen gehörte in den Bereich der Section ein Proviantwagenmit geschlossenen Seitenleitern, halbrunder Plane und beweglicherSchoosskelle. Der Wagen ist mit vier Pferden breit bespannt, die vomWagensitz aus gelenkt werden, besitzt vier gleich hohe Räder unddaher geringen Lenkungswinkel. Die Länge seines Kastens beträgtungefähr 2 l / & m, die Höhe mit der Decke U/5 m, die Spurweite 1 3 / 5 m.Eine gewisse Leichtigkeit ist dem Wagen nicht abzusprechen und erfür die weiten Flächen Russlands ganz geeignet, für unsere gebahntenschmalen Strassen möchte er aber schon seines breiten Gespannes wegen,das nur das Fahren in einer Reihe zulassen würde, seiner Starrheitund geringen Hemmbarkeit wegen nicht recht verwendbar sein.
Griechenland hatte nur einige im Correetionshause zu Corfuangefertigte schwere, mit Nägeln beschlagene Soldatenschuhe ein-gesendet, deren Werth mit dem niedrigen Anfertigungspreise von IV2Francs im Einklang stand.
Die orientalischen Staaten, die Türkei, Aegypten und auch Tuniswaren durch Bekleidungsgegenstände vertreten, die, wenngleich vonguten Stoffen und zweckentsprechend angefertigt, doch nichts beson-ders Bemerkenswerthes darboten. Am reichhaltigsten war die vonAegypten ausgestellte Sammlung, sie zeigte die Uniformen für dieeinzelnen Chargen und Waffengattungen auch in den für die Jahres-zeiten bemessenen Unterschieden. Die Galauniformen der höherenOfficiere sind luxuriös und mit Reichster Stickerei ausgestattet.
Rumänien. Einige wohl nur zum Schmucke der Ausstellungs-räume bestimmte Figuren führten die Bekleidung und Ausrüstung derrumänischen Truppen vor. Etwas Eigenthümliches repräsentirt die-selbe nicht, sondern lehnt sich eng an preussische Muster an.
Spanien. Wohl mag es wundersam erscheinen, dass dieses seitMenschenalter und darüber in unglückseligsten Parteiungen und inBürgerkriegen zerrüttete Reich in so anerkennenswerther geschlossenerWeise sich an der Weltausstellung betheiligen konnte. Wäre es nurdas Heerwesen, in welchem sich das bekundete, dann könnte man ver-sucht sein, anzunehmen, dass dort gerade das Kriegsmaterial als denZeitverhältnissen entsprechend eine gewisse Pflege gefunden. Es sindaber auch andere Theile der Exposition, die Gruppen, welche rein vonWerken des Friedens, von Land- und Forstwirthschaft, von Bergbau, vonIndustrie, von Kunst und Wissenschaft Zeugniss geben, so achtungswerth
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