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Gruppe XVI. Heereswesen.
Taue ist nicht gut zu erreichen. Die Verbindung des Umgangs mitdem Kummet und der Deichsel erscheint sehr praktisch, die Lage desKummets wird beim Aufhalten nicht alterirt. Eine Lederhülse amUmgänge und mit diesem durch Bauchriemen mit dem Sattel verbun-den sichert die Lage des Taues und schützt gegen das Scheuern.Schwanzriemen sind nicht vorhanden, dagegen vier Schweberiemen,von denen zwei etwas weiter zurücksitzen.
Italien. Ausser den von verschiedenen Industriellen ausgetellten,recht solide gearbeiteten Soldatenschuhen und Stiefeln (Moaraghiaus Turin), eleganten Officierequipirungsstücken und Stickereien (Biancoaus Turin und Cesati aus Mailand) dürften nur noch zu erwähnensein die von Barbanti in Modena mittelst Maschinenarbeit ausBuchenholz in einem Stück ausgeführten Feldflaschen, in verschiedenenFormen, mit durchbohrtem Schraubenverschluss, der nach Belieben einlangsames oder rasches Entleeren der Flüssigkeit ermöglicht. VonSaitta in Messina lag das Modell eines Tornisters vor, welcher anseiner Rückseite oben ein Magazin für zehn Patronenbüchsen enthielt.Vermittelst eines Fadens und unter Einwirkung einer Druckfeder solltees möglich sein die einzelnen Patronenpacke dem Tornister zu ent-nehmen, ohne ihn abzulegen, oder zu öffnen. — Das Project erlangtekeine weitere Beachtung.
Schweden. Schon ein einziger Blick in die beiden stattlichenZeltpavillons, welche das skandinavische Reich seinem Heerwesengewidmet hatte, genügte, um von der Fülle des dort gebotenen Mate-rials überzeugt zu werden.
Das Kriegsministerium in Stockholm hatte Alles aufgeboten,um die Ausstellung zu einer belehrenden und reichhaltigen zir machen.
Die Bekleidung und Ausrüstung der Truppen war an zwei lebens-grossen Figuren (ein Artillerist und ein Infanterist der Indelta-Armee)sowie durch verschiedentliche Materialien und Probestücke dargethan.
Das benutzte graublaue Tuch ist derb und grob, die Uniform desInfanteristen ein faltenreicher 'Waffenrock. Zur Mannesbekleidungzählten auch eine Weste von gelbem Tuche, dicke lange und kurzewollene Strümpfe, zwei Paar Lederschuhe mit aufgenähten Sohlen.Der ziemlich grosse, nicht ausgeschweifte Tornister aus rauhem Kalb-fell, auf der Rückseite aus glattem Leder angefertigt, wird auf derOberseite mit einem Stück Zeltleinwand bejmckt, der Mantel aber umdenselben geschnallt. Je vier Soldaten bilden sich unter Benutzungeines Stockes zusammen ein Zelt.
Die Kopfbedeckung ist ein kleines Tuchkäppi mit Ilaarbusch. DerInfanterist führt zwei Patronentaschen von weichem Leder in Beutel-form für je 20 Patronen.