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2 (1866)
Entstehung
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nach achtundzwanzig Tagen. (4.) Zu dieser Zeit siegte Konstantinsin einem Kampfe mit Magnentius bei Murfia. Fast in keiner Schlachtwurden die römischen Streitkräste in gleicher Weise aufgerieben unddas Glück des ganzen Staates so zu Boden geschlagen ')- (5.) Als

sich hierauf Magnentius nach Italien zurückgezogen hatte, schlug erbei Ticinum eine bedeutende Anzahl schon Feindens, die ihn, wie ge-wöhnlich nach einem Siege, zu unvorsichtig verfolgten. (6.) Nichtlange darauf aber bei Lugdunum in die Enge getrieben, durchbohrteer sich die Brust mit einem heimlich in Bereitschaft gehaltenen Schwerte,das er gegen die Wand stemmte und worein er sich mit seinem gewal-tigen Körper stürzte, so daß er, unter Strömen von Blut aus Wunde,Nase und Mund, im zweiundvierzigsten Monate seiner Regierung undim fast vollendeten fünfzigsten Jahre seines Alters das Leben verhauchte.(7.) Er stammte von barbarischen Aeltern, die in Gallien wohnten,war sehr eifrig im Lesen, lebhaft beim Sprechen und stolzen Gemüthes,und obgleich übertrieben furchtsam, war er doch Meister in der Kunst,seine Furcht unter der Maske der Kühnheit zu verbergen. (8.) AlsDecentius Kunde von seinem Tode erhielt, machte er seinem Leben miteiner zu einem Stricke zusammengedrehten Binde ein Ende. (9.) Zudieser Zeit wurde (auch) der Cäsar Gallus vom Constantius getödtet.Er herrschte vier Jahre. (10.) Silvanus, der sich (gleichfalls) zumKaiser aufgeworfen hatte, wurde (schon) am achtundzwanzigsten Tageseiner Regierung ermordet. (11.) Er besaß einen sehr einnehmendenCharakter, und obgleich der Sohn eines Barbaren, doch hinreichendrömische Bildung und ein geduldiges Gemüth. (12.) Constantiusbeehrte den Claudius Julianus, den etwa dreiundzwanzigjährigenBruder des Gallus, mit der Cäsarenwürde. (13.) Dieser vernichtetein den Gefilden von Argentoratum?) mit wenigen Truppen ein un-zählbares Heer der Feinde. (14.) Die Leichenhaufen standen gleichBergen aufgethürmt; das Blut floß in Strömen, der berühmte KönigChnodomar wurde zum Gefangenen gemacht, alle seine Großen in die

1) Es sollen in dieser mörderischen Schlacht 54,000 Mann geblieben sein undConstantius von 80,000 Mann 30,000, Magnentius aber von 30,000 Mann2 4,000 verloren haben.

2) Das heutige Strahburg.