Chrestius, Marcellinius und Magnentius. Als diese den Tag zurAusführung der Sache festgesetzt hatten, lud Marcellinus, die Geburts-tagsfeier seines Sohnes vorgebend, sehr viele Bekannte zur Tafel ein.Schon hatte das Gelag bis tief in die Nacht hinein gedauert, da ent-fernte sich Magnentius, wie um ein natürliches Bedürfniß zu befrie-digen, und legte die kaiserliche Kleidung an. (23.) Als Constans dießerfuhr, machte er den Versuch zu entfliehen, wurde aber in der zuHelena'), einer den Pyrenäen sehr nahe gelegenen Stadt, von Gäso,der mit einer auserlesenen Schaar dazu ausgesandt war, im dreizehntenJahre seiner Kaiserherrschaft (denn drei Jahre war er Cäsar gewesen,und im siebenundzwanzigsten seines Alters getödtet. (24. Er warder Gicht wegen an Händen und Füßen gelähmt, aber (seine Regie-rungf durch milde Witterung, reiche Ernten und Sicherheit vor denBarbaren beglückt; und dieses Glück würde noch größer gewesen sein,wenn er zu Statthalterstellen nicht für Geld, sondern nach (prüfendem)Urtheil befördert hätte. (25.) Als sein Tod bekannt geworden war,riß Vetranio, ein Oberbefehlshaber zu Mursia?) in Pannonien, dieHerrschaft an sich, Constantius aber beraubte ihn schon nach wenigenTagen des Thrones, schenkte ihm jedoch als einem hochbejahrtenManne nicht nur das Leben, sondern gewährte ihm auch einen ge-nußreichen Ruhestand. Derselbe war aber fast bis zur Albernheiteinfältig.
42. Gallus, Dccentius» Nepotianus, Silvanns und Julianus.
Constantius ernannte seines Vaters Bruderssohn Gallus zumCäsar und vermählte seine Schwester Constantina mit ihm. (2.) AuchMagnentius machte seinen Bruder Decentius jenseits der Alpen zumCäsar. (3.) Um diese Zeit maßte sich zu Rom Nepotianus, ein Sohnder Eutropia, der Schwester Constantius, von schlechten Menschen auf-gemuntert, den Kaisertitel an, doch stürzte ihn Magnentius (schon)
Eine Stadt Galliens, von Constantin zu Ehren seiner Mutter so benanntund daher noch jetzt Eine. Früher hatte sie JlliberriS geheißen,
2) Das heutige Esset, die Hauptstadt Ssavoniens,