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1 (1866)
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4. Claudius.

Obgleich also Claudius, einer schändlichen Völlerei ergeben unddabei blödsinnig, von sehr schwachem Gedächtniß, furchtsam und feigwar, so traf er doch eben aus Furchtsamkeit sehr viele treffliche Einrich-tungen, besonders auf den Rath des Adels, den er aus Furcht berück-sichtigte ; denn Schmachköpfe handeln gewöhnlich im Geiste ihrer Rath-geber. (2.) So unterdrückte er denn, guten Rathschlägen folgend, dieherrschenden Laster und in Gallien den berüchtigten Aberglauben derDruiden '), gab recht zweckmässige Gesetze und widmete auch dem Heer-wesen seine Fürsorge. Die Grenzen des römischen Reichs wurdentheils aufrecht erhalten, theils neu bestimmt; im Osten bildete sie Me-sopotamien 0, im Norden der Rhein und die Donau; im Süden wurdeMauritanien '), wo das Königthum nach Juba erlosch, den Provinzendes Reichs beigefügt und eine Schaar der Musalamier^) geschlagen,und im äußersten Westen ein Theil von Britannien unterworfen, dieeinzige Unternehmung, an der Claudius, von Ostia aus zur Seedahin reisend, persönlich Theil nahm, denn die übrigen leiteten seineFeldherrn. (3.) Außerdem wurde von ihm dem Getreidemangel ab-geholsen, den Caligula herbeigeführt hatte, indem er zu allgemeinemSchaden aus dem ganzen Reiche alle Schiffe zusammenbringen ließ, umfür Schauspiele und Wagenrenneu einen Platz ans dem Meere zuschaffen''). (4.) Ebenso erneuerte er auch den Censns, und behielt,

D. h. der Priester der alte» Gallier, deren mächtigen und gesährlichen Ein-fluß auf's Volk Claudius unter dem Vorwände, die Menschenopfer abschassen zuwollen, zu unterdrücken suchte.

2) Das Land zwischen den, Euphrat und Tigris.

«gl. oben S. 58, Note 8.

h Sie waren nach TacitnS 4 ou. ll, 52. (der sie Vusulan! nennt) Nachbarnder Mauritanier und der afrikanischen Wüste. Nach Ptol. IV, 3, 24. (wo sieMisulamer heißen) wohnten sie in der Nähe von Cirta (d. h. dem heutigen Eon-stantins).

6) Der Hasenstadt von Rom. Jetzt liegt in Folge von Anschwemmungenund Vorrücken der Küste das Städtchen Ostia 8 Miglien von der See entfernt.

b) Auf einer ungeheuer» Schiffbrücke, die er über den Meerbusen zwischen Bajii»nd Puteoli schlagen ließ.