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1 (1866)
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aller auswärtigeu Völkerschaften gebändigt halte, (3.) obgleich er auchnach Besiegnng des Antonias als der Dritte seit Numa die Janus-psorten schloß, was nach römischer Sitte erfolgte, wenn alle Kriegernhten. (4.) In seinem Benehmen war er herablassend und liebens-würdig, doch beherrschte ihn unmäßige Sinnlichkeit, Leidenschaft fürsgläuzeudej Schauspiele und allzu großer Hang zum Schlafe. (5.) DenGelehrten, die es damals in Menge gab, und seinen Vertrauten über-aus ergeben, zeigte er auch ein großes Streben nach Wohlredenheit undSorge für religiöse Gegenstände. (6.) Seiner Milde wegen wurdeer Vater des Vaterlandes genannt und mit beständiger Tribunen-gewalt 9 bekleidet, ihm auch deshalb, gleich einer Gottheit, zu Romund in den bevölkertsten Städten aller Provinzen des Reichs sowohlbei Lebzeiten als nach seinem Tode Tempel, Priester und Priester-collegien geweiht. (7.) Ihm war, sdas Verhaltens! seiner Kinder undseiner Gattin jedoch ausgenommen 'H, ein solches Glück beschieden, daßselbst die Inder, Scythen, Garamauteu und Bactrier-') Gesandte zuihm schickten, die ihn um ein Bündnis; angeheu sollten.

2. Claudius Tibcrius Nero.

Hieraus ergriff Claudius Tiberins Nero, ein Stiefsohn des An-gnstuS, aber durch Adoption zu dessen rechtem Sohne gemacht, als ersich gegen die Gefahren, die man gefürchtet hatte, hinlänglich gesichertsah, die Zügel der Regierung, verbat sich jedoch aus Schlauheit denRegcntennameu. Er war heimtückisch und ziemlich versteckt und stellte

>) Diese (von dem Amte eines Tribunen wohl zu unterscheide»), durchweichedie Kaiser siir heilig und unverletzlich erklärt wurden, ward ihnen auf Lebenszeitverliehe» und crtheilte ihnen die höchste Gewalt i» Civilsachcn und gesetzlichen Ein»flust aus die Beschlüsse des Senats.

2) Seine zweite Gemahlin Livia bereitete ihm durch ihre Jntriguen, seine TochterJulia aber durch ihre Ausschweifungen großen Kummer.

Scythen hießen damals die Bewohner der nördlichste» Striche Asiens; dieGaramantcn waren ein Volk im Innern Africa'S, besonders im heutigen Fez,an,und di- Bactrier ein Voll d-S inner» Asiens im heutigen Balkh.

Genau übersetzt durch Arrogation. ES gab nämlich in Rom eine doppelteArt, Jemanden an KindeSstatt anzunehme», durch »äoptio bloS vor dem Prätor,und durch arroxatio vor dem gesammten Bolle in den Comitien.