Druckschrift 
4 (1826)
Entstehung
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351
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Nachschreiben

vom

Professor Gustav Bischof.

Die stark blaue Färbung, welche in dem Wasserdes Brudcldreis augenblicklich erfolgte, als blau-saures Eisenkali zugesctzt wurde, war mir auffallend, da

können, dessen Temperatur nicht jederzeit die der laufen«den und reinen Quellen übertroffen hätte.«

»Man begreift dicß leichter, wenn man durch die Umtcrsuchung. wie Sauerwasscr auf der Erdfläche vorkom,men, mir ihrer wahren Natur etwas näher bekanntwird. Sie sind nämlich jederzeit nur der Ausfluß derheißen, mineralischen, vrele Stoffe enthaltenden Quellen,welche in der Tiefe, in Spalten und in engen Thä,lern, Hervorbrechen. Die Kohlensäure, vom heißen Was-ser zurückgefloffen, entweicht, dringt durch die Risse derFelsen in die Höhe, verbindet sich dort mir den kälterenWässern, und kömmt mit ihnen zu Tage hervor. Daherwerden denn diese Wässer von dem emporsteigenden Gaserwärmt, und über ihre ursprüngliche Temperatur um et»was erhoben. Unter so vielen von den reichsten Sauerguel,len in der Wetterau und auf dem Gebirge zwischen derLahn und dem Main, ist nicht eine, welche nicht mehrereGrade über der Temperatur kalter Wässer erwärmt wäre,Selters, gegen 800 Fuß über der Meeresfläche, hat11 Gr. R . GroßrKarben, zwischen Friedbergund Frankfurt, eine der stärksten und dabei der was,serrcichstcn aller bekannten Sauerquellen, 12 Gr. R.