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Gruppe UI. Chemische Industrie.
Magdeburger Mulde in einer Reihe von Bohrlöchern in der Tiefevon 307 bis 442 m auffand. Im Bohrloch 9 war das in 343'7 mTiefe erreichte Steinsalz 36‘1 m mächtig: darunter traf man einLager von Kalium- und Magnesiumsalzen von 25'1 m Mächtigkeit, wel-ches einem mindestens 106 m mächtigen zweiten Steinsalzlageraufliegt. Dahin gehört wohl auch das Vorkommen des Steinsalzes undder Kaliumsalze bei Tiede, Braunschweig. Man erreichte in 60 mTiefe ein 24 m mächtiges Lager von Kalium- und Magnesiumsalzen,darunter verschiedene Lagen von Steinsalz, Anhydrit und Magnesium-salzen, und bei 98’6 m ein noch nicht durchbohrtes Steinsalzlager.
Unter dem Sperenberger Gyps, 38 Km südlich von Berlin, hatman das Steinsalz in 88'8 m Tiefe erreicht und bis zu der bedeu-tenden Tiefe von 1271\8 m nur Steinsalz gefunden, so dass sicheine Mächtigkeit des Steinsalzes von 3769 rhein. Fass herausstellt * 1 ).Zwei andere Bohrlöcher in der Nähe erreichten das Steinsalz in 110 - 6und 115'8 m Tiefe.
Auch bei Segeberg, Holstein, erreichte man in 97'3 m Tiefe dasSteinsalz, das mit 21 - 7 m nicht durchsunken war. Das bei Inowraclaw,Regierungsbezirk Bromberg, in 130'24 m Tiefe erreichte und nichtdurchbohrte Steinsalzlager fand man 183'61 m mächtig. Andere Bohr-löcher in der Nähe trafen das Salzlager in 133 bis 134 m Tiefe. BeiWapno, Kreis Schubin, erreichte man in drei Bohrlöchern von 135 bis260 m Tiefe das Steinsalz, welches in einem Bohrloch mit 50 m nochnicht durchbohrt wurde.
Ein Bohrloch in der Nähe der beiden bei Hannover gelegenenSalinen Egestorffshalle und Neuhall hat neuerdings Kaliumsalze getroffen.Fester Gyps fand sich in 123 m, Steinsalz in 147'5 m Tiefe. Ueberdie Verbreitung der Kaliumsalze ist um so weniger bisher zu urtheilen,als in einem zweiten wenig entfernten Bohrloch das Steinsalz unmittel-bar unter dem Gyps erreicht wurde 2 ).
Kaliumsalze im Steinsalz.
Galizien, Kaluscz. Innerhalb der Salzlagerstätte von Kaluscz,südsüdöstlich von Lemberg, w;elche dem Miocän (Mitteltertiär) angehörtund aus Haselgebirge (Salzthon) besteht, treten ausser kleinen linsenför-migen Massen zwei grosse, 7 Klafter mächtige Linsen von Sylvin (K CI)auf, welche durch eine 6 Fuss mächtige Kainitlage getrennt wer-den. Im Nordwesttheil der Aufschlüsse verdrängt der Kainit den Syl-vin. Der Kainit tritt hier in zwei Horizonten auf, von denen einer 70,
B Roth nach Bunker in Pogg. Ann. CI1IL, 168, 1873. 2 )v.Dechen,
1. c. 806.