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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Gruppe III. Chemische Industrie.

so genügt es, das Metall zu waschen und an der Luft zu trocknen,damit das Phänomen mit ursprünglicher Intensität wieder eintritt.Bei einer etwas erhöhten Temperatur und Anwesenheit von Kali wirdauch Alkohol zersetzt; es entwickelt sich Wasserstoff und in der Flüs-sigkeit entsteht essigsaures Kalium. Das Khodium ist mithin ein neuesAgens für die Umwandlung von chemischen Verbindungen, welchesvielleicht einmal wird verwerthet werden können. Platin und Palladiumin ähnlicher Weise dargestellt, üben keine Wirkung auf die Ameisen-säure aus; Iridium und Ruthenium wirken dagegen wie Rhodium.

Auf der Wiener Ausstellun g waren die Platinfabrikanten Desmoutis,Ghapuis und Quennessen in Paris, Johnson, Matthey & Co. inLondon und Heraus in Hanau vertreten. Die Londoner Firma hatteunter anderen einen Kessel, in dem pro Tag 200 Ctr. Schwefelsäuredestillirt werden können, einen Platinblock von 4728 g Gewicht, fernerPalladiumschwamm, Palladium, die Legirung von 1 Thl. Iridium mit9 Thln. Platin zur Herstellung von Zündlöchern für schweres Geschützund für die Normalmaasse ausgestellt. Die Arbeiten von Heraus,Geräthschaften v Tiegel, Schalen u. s. w. aus geschmolzenem Platin, zeich-neten sich durch Wohlfeilheit und Solidität aus. Die russische Platin-industrie war nicht vertreten.