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Gruppe III. Chemische Industrie.
dings hat ß. Wagner 1 ) die verschiedenen Methoden einer Besprechungunterzogen. Nach Wagner lässt sich durch die Higgins’sche Methodedas Zinn am leichtesten und vollständigsten vom Eisen entfernen. Otthat die Methode dadurch verbessert, dass er Apparate an wendet, umeinestheils die Säuren und Schnitzel in möglichst innige Berührungzu bringen, andererseits die Schnitzel vollständig von der Säure zubefreien. Ott schlägt das Zinn aus der sauren Lösung durch Zinknieder. Nach seinen Angaben enthalten 100 Kg Abfälle durchschnitt-lich 5 Kg Zinn. Ott 3 ) hat später noch ein anderes, von Charles Seeleyin Newyork aufgefundenes Verfahren mitgetheilt, um Weissblech-abfälle von Zinn zu befreien. Darnach wird das Weissblech in eineneisernen Cylinder gefüllt (statt dessen auch, und wohl zweckmässiger,ein mit Blei ausgekleideter Behälter verwendet werden kann) und ge-trocknetes Chlorgas eingeleitet; es bildet sich wasserfreies Zinnchlorid.Durch nachheriges Einleiten von erwärmter und getrockneter* Luftsoll das wasserfreie Zinnchlorid und das überschüssige Chlorgas entferntwerden; doch gieht der Verfasser zu, dass eine vollständige Befreiungdes Weissbleches vom Zinn nach dieser Methode nicht gelingt. —Moulin und Dole 3 ) in Chauny empfehlen nach einem französischenPatente vorzugsweise die Anwendung dampfförmiger Salzsäure. Ausder Lösung soll das Zinn durch Eisen oder Zink niedergeschlagenwerden. Bei allen Methoden, den Abfällen von Weissblech den Zinn-gehalt zu entziehen, scheint es mehr darauf abgesehen, das Eisen alsdas Zinn zu verwerthen. Auch wäre der durchschnittliche Gehalt desWeissbleches an Zinn durch genaue Versuche noch festzustellen.
Die Auszeichnungen für Zinnerze auf der Wiener Weltausstellung,sowie für das Ausbringen des Metalles aus denselben, sind unterGruppe I „Bergbau und Hüttenwesen“ vermerkt. Vergl. auch dieAuszeichnungen für „chemische Präparate“.
!) Wagner, Wagn. Jahresber. 1877, 54. 2 ) Ott, Polyt. Centralbl.
1873, 39, aus American Chemist 'III, 85. 8 ) Moulin u. Dolö, Polyt.
Centralbl. LXXIII, 1243, u. Ber. Chem. Ges. 1873, 1141.