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Gruppe III. Chemische Industrie.
97 p. C. arsenige Säure, was in toxikologischer Hinsicht von Wichtig-keit ist. Nach A. Gelis 1 ) hat man die als künstliches Realgar undAuripigment (sächs. Orpin) in den Handel kommenden Producte alswechselnde Gemenge von Bi-, Tri- und Pentasulfid (mit AS 2 O 3 ?) zubetrachten.
Production. Die Arsenproduction erreichte im Jahre 1865nach 0. Hausner 2 3 ) in Europa folgende Ziffern:
11 500 Cfcr. = 575 000 Kgim Werthe von 190 000 Frcs = 152 000 Mark.
1866 war sie nach den Angaben von Petitgand 8 ) in
Die königlich sächsischen Hüttenwerke bei Freiberg erzeugtenim Jahre 1872 an Arsenikalien 790 127 Kg 4 ) und zwar ungefähr
Ausserdem lieferten die Arsenhütten des Erzgebirges ungefähr100 000 Kg Arsenmehl.
Nach A. Gelis 5 * ) wurden 1872 in Frankreich 100 000 Kg künst-liches Realgar und Gelbglas producirt.
Industrielle Verwendung. Die technische Benutzung desmetallischen Arsens ist eine untergeordnete und vorzugsweise dientdasselbe zur Darstellung arsenhaltigen Bleis für die Schrotfabri-kation. Dagegen findet die arsenige Säure ausgedehnte Anwen-dung insbesondere als Entfärbungsmittel für Glas, bei denKobalt- Nickel-Hüttenprocessen und zur Darstellung grüner
P Gelis, Compt. rend. LXXVI, 1205; Dingl. pol. J. CCXI, 23. ^Haus-
ner, Statistik v. Europa 1865, II, 227; Wagn. Jahresber. 1865, 213.
3 ) Petitgand, Rapport du Jury international, Paris 1868, Y, 681; Wagn.
Jahrsber. 1868, 151. 4 ) Gottsclialk, Jahrb. f. d. Berg- und Hüttenwesen
im Königr. Sachsen 1874 , 196. 5 ) Gelis, Compt. rend. LXXVI, 1205;
Dingl. pol, J. CCXI, 23.
PreussenSachsen .
4 900 Ctr.4 800 „
OesterreichSpanien . .
England . .Oesterreich .Preussen. . .Sachsen. . .
1 116 Tonnen
1 225
2 606 Tonnen = 2 606 000 Kg.
390 000 Kg
Arsenmehl
260 00080 00060 000
Arsenweissglas
Arsenrothglas
Arsengelbglas