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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Silber.

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tischen Störungen zurückgegangen und von den chilenischen überflügeltworden, welche bekanntlich in den nördlichen sterilen Provinzen (Co-quimbo, Atacama) liegen, und einen ungemeinen Reichthum auch anKupfer bergen. Sind die Vorkommnisse der Metalle in allen diesenRegionen bisher mehr oder weniger genau bekannt gewesen, so trifftGleiches nicht zu für ein vielversprechendes Silbervorkommen, welcheserst in neuester Zeit in den westlichen Territorien der Union aufge-schlossen und wissenschaftlich untersucht worden ist. Während in denKüstenketten zunächst der Südsee Quecksilber-, Zinn- und Chromerzesich finden, bemerkt man in den nächst östlichen Parallelketten, derSierra Nevada und den Oregon Cascades auf der Westseite zwei Zonen,am Fusse eine Reihe von Kupfererzlagern und in mittlerer Höhe gold-führende Schichten. Diese und goldführende Gänge setzen weithinnördlich bis nach Alaska sich fort. Auf der Ostseite dieser grossenGebirgskette stösst man dagegen auf Silbererzlager, häufig in vulca-nischen Gesteinen, und südlich bis zu den mexicanischen Grubendistric-ten reichend. Eine andere Reihe solcher Silbererzlagerstätten ziehtsich von dem mittleren Mexico hinauf durch Arizona, Nevada und dasinnere Idaho, vorwaltend in älteren Gesteinen auftretend. Durch Neu-mexico , Utah und das westliche Montana verläuft ein Strich silber-haltiger Bleiglanzlager, gleichwie ostwärts eine Zone goldführenderAblagerungen, vom Süden her durch Colorado, Wyoming und Montanasich hinzieht.

Ein Theil dieser weiten Regionen ist in den letzten Jahren Ge-genstand topographischer und geognostischer Aufnahmen gewesen,deren Resultate in officiellen Berichten enthalten sind, welche die Cen-tralbehörde der Union veröffentlicht J ).

Hier gestatten wir uns nur eine Hindeutung auf die Silbererzedes Washoe-Districts, welche seit 1860 ausgebeutet werden, undaus ge-diegen Silber und Bleiglanz bestehen, in denen Gold meist nicht sichtbar ist,während Quarz das herrschende Gestein bildet. Man theilt sie ihremGehalte nach in drei Classen, röstet die der ersten Classe nach demTrockenpochen und Mahlen im Flammofen mit Kochsalz und unterwirftsie der Fässeramalgamation, während die übrigen den sogenanntenWashoe-Process durchmachen, einer Art Kessel-oder Pfannenamalga-mation, wobei man sogenannteChemicals zuschlägt, die in Kochsalz oderKupfervitriol oder beiden bestehen. Um die hierbei stattfindenden Vorgängekennen zu lernen, sind im Laboratorium des Yale College Versuche imKleinen (mit 20 Pfd. Erz.) angestellt worden. Sie wurden mit Wasserzu einem Brei an gerührt, den man durch Dampf erwärmte; dann fügteman Kupfervitriol und Kochsalz in dem Verhältniss von 1 : 2 hinzu,

*) Durch Mittheilung dieses Reports Seitens jener Behörde sind wir inder Lage, hier einige unserem Zweck näherliegende Notizen zu geben.