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920 Gruppe III. Chemische Industrie.
durchlöcherten gusseisernen Platten von 0'35 m Breite und 1 m Längegebildet, welche auf 11 gusseisernen Trägern ruhen. Den vorstehen-den Dimensionen entsprechend, wird die vollständig horizontale Sohleaus 20 Eisenplatten gebildet und theilt dieselbe den Ofen demgemässin zwei Ahtheilungen, welche beide mit hermetisch schliessenden Thü-ren versehen sind, die während des Betriebes geschlossen gehalten \werden. Der Raum unter der durchlöcherten Sohle steht mit einerWindleitung in Verbindung, die durch einen Ventilator mit Luft ge-speist wird.
Auf der Sohle des Ofens wird nun zunächst Coke mit Hilfe desGebläses entzündet und auf die höchste Temperatur gebracht, dannder Wind abgesperrt und die Beschickung, aus Erz und feiner, mage-rer Kohle bestehend, auf die glühende Cokeschicht gegeben, woraufdie Arbeitsthüren geschlossen und verschmiert werden, das Gebläseaber jetzt langsam angelassen wird, damit keine Kohletheile mit-gerissen werden. Nach ungefähr einer Stunde beginnt die Reductionund Destillation des Zinks, da jedoch in diesem Stadium noch vielefeine Kohletheilchen, sowie unreine Gase mit den Zinkdämpfen ver-flüchtigt werden, so lässt man diese Dämpfe durch ein Abzugsrohr inbesondere Condensationsräume gehen, in denen sie sich zu einem grauenZinkoxyd, dem Zinkgrau, verdichten. Eine gleiche Abzugsrohre, welchefür das später sich entwickelnde reine weisse Zinkoxyd, dasZinkweissangebracht ist und in besondere Condensatoren mündet, ist in diesemersten Stadium der Destillation mit einer Platte aus feuerfestem Mate-rial geschlossen. Sobald das reine Zinkoxyd anfängt, sich zu ver-flüchtigen, wird der Zinkgraucondensator ahgesperrt und die Gase undZinkoxyddämpfe in den Zinkweisscondensator geleitet..
Bei dem Austritte des Zinkweisses aus dem Ofen wird, durch eineAbzweigung der Windleitung, demselben noch Luft zugeführt, damitetwa mitverflüchtigte, unverbrannte Zinkdämpfe noch nachträglich oxy-dirt werden.
Das gebildete Zinkweiss wird durch einen Ventilatorexhaustor,welcher ungefähr in der Mitte der Condensationsvorrielitungen ange-bracht ist, angesaugt und dasjenige, welches sich vor dem Exhaustornicht condensirt hat, mit den Gasen weiter in Leinewandsäcke gedrückt,in denen sich alles Zinkweiss absetzt. Die Gase, aus Kohlensäure undKohlenoxyd bestehend, entweichen durch die Poren der Leinwandsäcke.
Die Condensationsapparate für das Zinkgrau bestehen aus unge-fähr 80 m langen Blechröhren von 0'6 cm Durchmesser und 3 mm Wand-stärke ; dieselben laufen zickzackförmig auf und ab und können aus die-sem Grunde an der unteren Spitze der beiden aufsteigenden Röhrentheilemit Hilfe eines angebrachten Schiebers sehr leicht und rasch in unter-gestellte Gefässe entleert werden. Das Zinkweiss bildet sich bei einerhöheren Temperatur als das Zinkgrau und es sind daher die abzie-