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Gruppe III. Chemische Industrie.
mittelbar unter dem Zinkofen; die zur Verbrennung der Generatorgasenothwendige Luft kann ohne Weiteres nicht Zuströmen, sondern istzuerst gezwungen, in dem stark erhitzten Mauerwerk zickzackförmigangelegte Canäle zu durchstreichen, wodurch sie vorgewärmt zu denGeneratorgasen gelangt. Die Grösse der Oefen variirt; auf der Glad-bacher Hütte haben sich solche mit 144 Muffeln gut bewährt, siesollen bei vollständiger Ausnutzung des Brennmaterials eine Ersparnissvon 30 p. C. an diesem ergeben, dabei spll die Reduction der Erzevollständig erfolgen und wegen der gleichmässigen Temperatur, diein ihnen herrscht, ein geringerer Verschleiss an Muffeln stattfinden.
Schon seit vielen Jahren sind in Amerika sowohl, als auch bei unsviele und kostspielige Versuche gemacht worden, dem ganzen Zink-gewinnungsverfahren eine andere Gestaltung zu geben, um dem immer-hin noch sehr bedeutenden Verlust an Metall vorzubeugen, dann auchum die Productionskosten zu verringern. Leider haben diese Versuchezu keinem günstigen Resultate geführt und ist man immer zu demalten Verfahren, so in Amerika zu dem belgischen System zurück-gekehrt.
Vornehmlich sind es A. Müller und A. Leucauchez, Civil-ingenieure in Paris gewesen, die sich mit dieser Frage eingehend be-schäftigt, und ihre Versuche in einer besonderen Brochüre niedergelegthaben x ). Die von ihnen vorgeschlagene neue Methode sollte die directeGewinnung des Zinks in einer fortlaufenden Operation bezwecken, zuwelchem Ende sie sich eines Schacht- oder Hohofens von 14'3 mHöhe bedienten, der nach Art der gewöhnlichen Ilohöfen oben be-schickt und mit heisser Luft gespeist wurde. Die Reduction des Zink-oxydes erfolgte in directer Berührung mit dem Brennstoff und ent-wichen die Reductionsgase mit den Metalldämpfen durch Oeffnungen,welche in einer Höhe von 3'75 m über den Düsen angebracht waren, umalsdann in besonderen Condensationskammern niedergeschlagen zuwerden. Die Sohle der letzteren war geneigt und endigte am tiefstenPunkte in einem Tiegel, in welchem sich das geschmolzene Zink an-sammelte. Die aus den Condensatoren entweichenden Gase wurden aufbekannte Weise zur Erhitzung der Gebläseluft verwendet. Der obereTheil des Ofens und zwar in einer Höhe von 7'5 m war mit einem wei-teren Mantel von feuerfesten Steinen umgeben, so dass dieser Theileiner stehenden Retorte glich, die, durch in den Zwischenraum geleiteteHeizgase, bis zur Reductionstemperatur des Zinkoxydes erhitzt werdenkonnte, während der untere, aus feuerfestem Material bestehende 6'8mhohe Theil des Schachtofens als Destillationsraum diente.
1 ) A. Müller u. A. Leucaucliez, Nouvelle methode de Traitementau haut fourneau ä cuve. Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1862, 324, 1863, 281.Wagn. Jahresb. 1862, 152, 1863, 178.