Zink und Cadmium.
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eingeführt haben und mit demselben sehr zufriedenstellende Resultateerzielen, verarbeiten kalkhaltige Blenden von durchschnittlich 32 p. C.Schwefelgehalt. Yon diesen werden 20 p. C. als schweflige Säure derKammer zugeführt, 7 p. C. entweichen mit denFeuergasen und 5 p. C.bleiben in der Form von Gyps in dem Röstgut. Die Kosten des Ab-röstens in dem Hasenclever-Helbig’sehen Ofen betragen pro 1000 Kgroher Blende 1‘60 Mark mehr als bei dem Röstverfahren in gewöhn-lichen Flammöfen.
Zuschläge zu den Zinkerzen. Bei der Verhüttung der Zink-erze sind von verschiedenen Seiten Zuschläge empfohlen worden, sovon Schöntradt l ) ein Zusatz von Kalk zu kieseligem Galmei. Aube 2 )setzt der Beschickung 1 p.C. Schwefelcalcium zu und will dadurch dieFärbung des Zinkweisses, welche von mit übergerissenem Schwefelbleiherrühren soll, verhüten; Wagner 3 ) hat den Bauxit bei der Verhüt-tung der gerösteten Blende empfohlen, um dadurch das stets vorhandeneschwefelsaure Zink zu zersetzen. Von Simonnet 4 ) sind interessanteVersuche mitgetheilt worden, die sich auf die Verhüttung von silberhalti-ger Blende beziehen und darin gipfeln, dass dieselbe unter Zusatz vonKalk oder Natriumcarbonat geröstet wird, wodurch einem Silberver-lust durch Verdampfen vorgebeugt werden soll.
Materialien zumBau derOefen und der Destillirgefässe.Ein sehr wichtiger Factor, dem man in der letzten Zeit besondereAufmerksamkeit gewidmet hat, sind die Materialien, aus denen dieOefen sowie die Destillirgefässe angefertigt werden. Zu den letzterenwird eine Thonmischung genommen, die je nach der Natur des zu ver-hüttenden Erzes variirt, und zwar wendet man bei alkalischen ErzenThone an, die möglichst frei von ungebundener Kieselerde und dabei feuer-beständig sind; für kieselige Erze giebt man den Thonen, um sie für dasFeuer widerstandsfähiger zu machen, noch einen Zuschlag von Quarzmehl.Ein Gleiches gilt von den zum Ofenbau dienenden Materialien und zwarsollen dieselben so wenig freie Kieselsäure als möglich enthalten, dasie sonst von den in grosser Menge entweichenden Zinkdämpfen em-pfindlich angefressen werden. — Um das Durchdringen der Zinkdämpfedurch die Poren der Destillirgefässe von Anfang an zu verhindern,werden dieselben jetzt vielfach im Innern glasirt, wozu Gatellier 5 )
!) Schöntradt, Dingl. pol. J. CLVI, 61. 2 ) Aubö, Ber. chem. Ges. 1872,1063; Polytechn. Centralblatt 1873, 208; Wagn. Jahresber. 1873, 397.
8 ) Wagner, Monit. scientif. 1865, 343; Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1865, 244;Wagn. Jahresber. 1865, 197. 4 ) Simonnet, Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1870,
347; Wagn. Jahresber. 1870, 144. 6 ) Gatellier, Berg- u. Hüttenm. Ztg.
1863, 355; Dingl. pol. J. 1868, 278; Wagn. Jahresber. 1863, 180.
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