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Gruppe III. Chemische Industrie.
i. Rosthorn’s Sterrometall 1 ), sowohl rothwarm als kaltschmiedbar, als Guss- und Schmiedesterro unterschieden, ersteres zuGeschützen, Lagern, Walzen, Hähnen u. s. w., letzteres zu Schraubenund Bolzen, Holländermessern u. s. w. anwendbar.
7c. Goldähnliche Legirung 2 ) zu Uhrschlüsseln, Uhrketten u. s. w.
7. Römische Münze 3 ). Titus.
m. Bronze Peter Fischer’s von der Statue des Grafen Otto VI.von Henneberg zu Roemhild nach Reichardt 4 ).
n. Schlaglotli zum Ilartlöthen nach Volk 5 ).
o. Für Conus und Flantschen, welche an Kupferröhren hart anzu-löthen sind, nach Demselben.
Kupfer und Zinn (Bronze, Glockenmetall u. s. w.). NachCrace-Calvert und Johnson 0 ) werden die Legirungen Cu Sn undCu 2 Sn durch Salpetersäure von 1'25 Vol. Gew. nur sehr wenig ange-gegriffen, weit rascher aber wenn der ,eine oder der andere Bestandtheilvorwaltet. Ueberschiissiges Kupfer enthaltende Legirungen sind gegen Ein-wirkung der Salzsäure geschützt, dagegen lösen sich zinkreichere rascher,als die einzelnen Bestandtheile. Alle Legirungen von Kupfer und Zinn,z. B. mit 10, 15 und 35 p. C. Kupfer, sind bis zu einem gewissen Gradegegen die Einwirkung concentrirter Schwefelsäure geschützt. — Erfali-rungsmässig erhalten in grösseren Städten auf öffentlichen Plätzen auf-gestellte Bronzestatuen statt einer schönen grünen malachitartigenPatina ein schmutziges, dunkles, dem Gusseisen ähnliches Ansehen,wahrscheinlich durch einen aus Schwefelkupfer (welches in schöngrünes basisch schwefelsaures Kupfer allmälig übergehen kann) be-stehenden, durch den Schwefelgehalt von Braunkohlen und Steinkohlenund Schwefelwasserstoff enthaltende Ausdünstungen gebildet. NachMagnus 7 ) und Weber 8 ) scheint die Zusammensetzung der Bronzen aufdie Entstehung der Patina keinen Einfluss auszuüben; Bronzen mitgleich schöner Patina zeigten einen zwischen 77 bis 94 p. C. schwankendenKupfergehalt, 0'8 bis 9 p. C. Zinn, einen bis 19 p. C. steigenden Zink-gehalt und variable Mengen von Eisen, Blei und Nickel. Wie Versuche inBerlin ergeben haben, lässt sich die Entstehung des dunkeln unangenehmenUeberzuges dadurch vermindern, dass die Statuen öfters mit Oel reinabgerieben werden, dessen adhärirende dünne Schicht vielleicht dadurchwirkt, dass sie das Anhaften von Feuchtigkeit vermindert, durch diesich leicht Staub befestigt, welcher Gase und Dämpfe absorbirt und indem häufig Vegetationen sich bilden. Wird sich gleich in einer grossen
4 ) | Wagn. Jaliresber. 1862, 138; 1863, 172; 1865, 158; 1868, 125.
2 ) Wagn. Jaliresber. 1871, 163. 3 ) Wagn. Jahresber. 1864, 123. 1) Rei-
chardt, Dingl. pol. J. CIjXXXAIII, 138. 6 ) Yolk, Wagn. Jaliresber. 1870,
129. ®) Crace-Calvert und Johnson, Wagn. Jahresber. 1866, 76.
7 ) Magnus, Wagn. Jahresber._ 1864, 119; 1869, 139; 1871, 164. 8 ) Weber,
Polyt. Notizbl. 1864, 237. Dullo, Polyt. Centr. 1864, 1590.
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