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Kupfer. - 881
dieses nebst Inhalt trocknet, resp. verbrennt und glüht und das erfol-gende Eisenoxyd von dem Kupferoxyd abzieht.
Die galvanische Kupferprobe, bereits früher von M’Cand-less 1 ), Luckow 3 ), Ulgreen 3 ), Lecocq de Bois baudr an 4 ) u. A.empfohlen, ist neuerdings für die Untersuchung von Mansfelder Kupfer-schiefer durch Luckow 5 ) und Steinbeck 6 ) weiter ausgebildet undmit bestem Erfolge auch für kupferreichere Substanzen angewandt.Dieselbe gestattet die Abscheidung des Kupfers in cohärenter, alsoweniger oxydabler Form aus salpetersaurer Lösung bei Gegenwart vonNickel, Kobalt, Zink, Eisen und Mangan, sowie die Bestimmung einesNickel- und Kobaltgehaltes. Mit dem Kupfer werden am negativen PoleQuecksilber, Silber und Wismuth, aber Arsen und Antimon erst längereZeit nach dem Ausfällen des Kupfers abgeschieden; am positiven Polwerden als Superoxyde ausgefällt vollständig Blei und Mangan, nurzum Theil Silber. Auf der Anwendung der Elektricität beruht auchdas von Renault 7 8 ) und Herpin vorgeschlagene Verfahren zur Er-mittelung des Kupfers in Legirungen. Clamond’s Thermosäule s ) hatVorzüge vor galvanischen Elementen.
Die colorimetrische Probe von Heine ist von Aubel 9 ) fürSchlacken unter Anwendung von 12 Normalflüssigkeiten ausgeführtworden; der Fehler betrug bei einiger Uebung höchstens 0‘0015. DieGrösse des Kupferrückhaltes in dem durch Ammoniak in der Probeflüssig-keit hervorgebrachten Eisenoxydhydratniederschlag ist besonders beiarmen Substanzen von Einfluss auf das Proberesultat, wie Versuche mitKupferschiefern im Mansfeldschen ergeben haben 10 ). Zu Swansea prüftman Kupferschlacken, welche einen nur in gewissen Grenzen schwan-kenden Eisengehalt besitzen, in der Weise, dass bei Anfertigung derNormalflüssigkeiten zu dem angewandten galvanischen Kupfer so vielEisen zugesetzt wird, als die entsprechende Schlacke davon enthält. Esgleicht sich dann der Kupferrückhalt im Eisenoxydhydratniederschlagbei der Normal- und Probeflüssigkeit aus. Um rein blaue Farbentönezu erhalten, müssen nach Wagmeister 11 ) reine Reagentien angewandtwerden. Eggertz 12 ) ermittelt einen geringen Kupfergehalt in Eisen-erzen, in Roheisen und Stahl nach dieser Methode.
Von neueren Kupferbestimmungsmethoden sind zu erwähnen
!) M’Candless, Fresenius’ Ztsclir., 1864, III, 334. 3 ) Luckow, Dingl.
pol. J.CLXXVII, 235, 296. s ) Ulgreen, J. f. pr. Ch., CH, 477. 4 ) Lecocq
de Boisbaudran, Fresenius’ Ztsclir. VH, 253. 6 ) Luckow, Berg- u.
Hüttenm. Ztg. 1869, 181. 6 ) Steinbeck, Zeitschr. f. Berg-, Hütten- u. Sali-
nenwesen im Preuss. Staate XVII, Lief. 3; XX, Lief. 1. 7 ) Eenault, Ibid.
8 ) Clamond, Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1875, 155; Dingl. pol. J. CCXV, 427.
°) Aubel, Dingl. pol. J. CLVIII, 137. 10 ) Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1869, 302.
n ) Wagmeistei;, Oesterr. Ztsclir. für Berg- u. Hüttenw. 1865, 270. 12 ) Eggertz,
Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1862, 218.
Wiener Weltausstellung. III.
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