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Mangan.
Regnanlt 1 ) benutzt ebenfalls künstlich dargestelltes Manganoxydzur Darstellung metallischen Mangans. Er mengt dasselbe mit 1 / 10 Kohle-pulver und Vio Borax und erhitzt das Gemenge im Gebläseofen. Daserhaltene kohlehaltige Mangan kann durch Umschmelzen mit ein wenigMangancarbonat bei möglichstem Luftabschluss gereinigt werden. Essei auch noch erwähnt, dass Deville 2 ) das Mangan aus Manganoxyd-oxydul darstellt, welches er, mit Zuckerkohle gemengt, in einemKalktiegel einer sehr hohen Temperatur aussetzt.
Bei all den zuletzt angeführten Methoden erhält man nicht reinesMangan, sondern eine dem Gusseisen entsprechende Verbindung vonMangan mit Kohle, welche man nach dem Vorgänge vonHugoTamm 3 )„Gnssmangan“ nennen könnte. Hauptsächlich ist es aber die vonihm nach einem modificirten Verfahren erzeugte Verbindung, welcheer mit diesem Namen belegt. Er geht von natürlichem Manganoxydeaus, und reducirt dasselbe durch Kohle (Kienruss) unter Zuhilfenahmedreier Flüsse.
Der Fluss Nr. I. oder der weisse Fluss besteht aus:
63 Thl. zerriebenen bleifreien Flaschenglases,
I8V2 n gebrannten Kalkes,
I8Y2 „ Flussspath.
Derselbe ist leicht schmelzbar und dient dazu, die Schmelzbarkeitder anderen Flüsse zu erhöhen. Ausserdem ist er das Grundmaterialfür die Herstellung der anderen.
Der zweite Fluss oder der schwarze würde folgende theoretischzum Schmelzen des Mangans erforderliche Zusammensetzung habenmüssen:
Giy 2 Thle. Fluss Nr. I., • '
35 natürliches Manganoxyd von guter Quantität.
3V 2 „ sehr feines Holzkohlenpulver, Kienruss und Lam-
penruss mit einander gemischt.
Das Ganze gut mit einander gemengt, Hesse sich sofort verwen-den , allein man wird die Mischung besser erst mit Oel zu einemdicken Brei anrühren, und im verschlossenen Tiegel stark glühen.Dabei wird das Manganoxyd zu Oxydul reducirt und der Tiegelinhaltnimmt eine grüne Farbe an. Er wird in gepulverter Form verwendet.
Mit besserem Erfolge verfährt man aber auf folgende Weise.Man vermische innig mit einander:
34 Thle. Fluss Nr. I.,
51/2 n Lampenruss oder Kienruss,
60 x / 2 u Braunstein von guter Qualität,
x ) Regnault, Graliam-Otto Cliem. II, 9G1. 2 ) Deville, Dingl. pol.
J. CXL, 428. 3 ) Hugo Tamm, Cliem. News 1872, Nr. 661, 37 ;
Nr. 666, 111 ; Wagn. Jaliresber. XIX, 6; Dingl. pol. J. CCVI, 136; Chem.Centralbl. 1872, 668.