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Gruppe III. Chemische Industrie.
Üchatius, zu Ländere war auf der Ausstellung durch Modelle, Zeich-nungen , Proben von Eisenluppen und Gussstahl und eine Schrift überdie Geschichte und Ausführung der Methode vortrefflich illustrirt. Wasseine praktische Tragweite betrifft, so möge gleich hier gesagt werden,dass er das beste Rohmaterial, frei von Schwefel und Phosphor, dabeimanganhaltige und reiche Eisenerze, und zur Darstellung des Spiegel-ejsens aus ihnen ein ganz reines Brennmaterial erfordert, Bedingungen,denen die englischen Materialien fast gar nicht und die anderer Ländernur ausnahmsweise entsprechen. Daher wird der Proeess, so elegant ersonst ist, immer nur auf einen beschränkten Kreis angewiesen sein.Auf den Siemens Steel Works zu Landore werden 6 Tonnen oder 120 Cent-nef Cumberland-Hämatitroheisen Nro. 3 oder 4 in dem Regenerativ-Stahlofen eingeschmolzen und dann bis 30 Centner reiches Eisenerzzugesetzt, wie das Mokta-Erz, welches besteht aus:
Fe 3 0 3 Fe 0 Mn 0 Ca 0 Mg 0 Si 0 3 Glühverlust
79-74 6-43 2'92 0’52 0'25 4’75 5-11
Hierbei bildet sich unter stetem Auf kochen, in Folge der Oxy-dation des Kohlenstoffes, eine teigige schwammige Eisenmasse, welchenur noch 1 p. C. «C enthält. Alsdann wird ein Zusatz von 9 bis 10 p. C.Spiegeleisen gegeben und die Charge zu Stahl aufgeschmolzen, der ineine fahrbare Giesspfanne abgestochen und in Formen gegossen wird.Ueber den Entkohlungsprocess geben die Analysen von Hackney undWillis Aufschluss. Es hielten das eingeschmolzene Roheisen a. unddie späteren Proben nach Stunden:
a.
1 .
2.
3.
4.
5.
6.
7.
«c
1-90
1-80
1-70
1-65
1-60
rio
0-60
0-20
Si
0-570
0233
0-183
0-050
Sp.
Sp.
Sp.
Sp.
Mn
1-14
0-576
0-200
0-080
Sp.
Sp.
Sp.
Sp.
Durch die oxydirende Wirkung des zugeschlagenen Eisenoxydeswerden nicht nur Silicium und Mangan fast vollständig, sondern auchSchwefel und Phosphor zum grossen Theile abgeschieden.
Ausser diesem Entkohlungs- oder üchatius - Processe im Re-generativstahlofen hat nun Siemens in neuerer Zeit, wie schonoben bei der Darstellung des Schmiedeeisens aus Erzen und inrotirenden- Oefen erwähnt wurde, eine directe Darstellungsmethodeans Erzen in dem sogenannten Rotator, auf den Sample SteelWorks in Birmingham, den River Don Steel Works von Vickers,Sons & Co. zu Sheffield und zu Blochairn, durch Reduction oder wieer es nennt, Präcipitation, angewendet. Der oben erwähnte undmit einem 7 Zoll dicken Bauxitfutter versehene Ofen wird mit 20 Cent-ner reinem Eisenerz von Erbsen- oder Bohnengrösse besetzt bei lang-