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Eisen.
Bestimmung des Eisens. Für die Bestimmung diesesMetallesin Erzen sind fast ausschliesslich Titrirmethoden in Gebrauch gekom-men und zwar ist die Methode mittelst Oxydation einer, Eisenoxydul-lösung durch übermangansaures Kalium am allgemeinsten, wobeiman sich zur Titrestellung dieses letzteren mit grossem Vortheile desvon Mohr vorgeschlagenen sehr unveränderlichen Doppelsalzes vonschwefelsaurem Eisenoxydul-Ammoniak statt der Oxalsäure bedient.
Später hat Mohr noch drei neue Methoden vorgeschlagen 1 ), näm-lich 1) Bestimmung dureh Titriren von Eisenchlorid durch Zinnchlorürin der Siedhitze bei Zusatz einiger Tropfen von Schwefelcyankaliumals Indicator; 2) ebenso bei 50 bis 60° C. und Benutzung von Stärke-lösung und Jodkalium zum Indiciren; 3) Titriren mit unterschweflig-saurem Natrium bei Anwendung derselben Temperaturen und In-dicatoren. Dieser letzten Methode gab Mohr wegen der grösserenHaltbarkeit der Lösung im Vergleich zu Zinnchlorür den Vorzug;K. List 2 ) verwirft sie indessen ganz und gar als ungenau. Eine vonR. Espenschied 3 4 ) vorgeschlagene Methode zur Titrebestimmung einerChamäleonlösung beruht darauf, dass übermangansaures Kalium sich mitJodkalium bei Gegenwart von Salzsäure so zersetzt, dass .
KMnO., -f 5 KJ 8 HCl = MnCl 2 -f 5 J + 6 KCl + 4 II,0wird.
Bestimmung des Mang ans. V. Eggert z*) hat eine Me-thode zur Ermittelung des Mangans in Eisen und Eisenerzen ange-geben , die sehr genaue Resultate geben soll und darin besteht, dasMetall bei 50° C. als Mangansuperoxydhydrat mit Brom aus der Lösungauszufällen. In Spiegeleisen bestimmt Th. Rowan 5 ) das Mangandurch Auflösen in Salzsäure, Oxydiren mit chlorsaurem Kalium, Kochenbis kein Chlor mehr entwickelt wird und starkes Concentriren; dannwird die Lösung vorsichtig mit kohlensaurem Natrium gesättigt, bissie tief blutroth erscheint und noch kein kohlensaures Eisenoxydul aus-fällt. Darauf wird die Lösung verdünnt und das Eisen als basischessigsaures Eisenoxyd mit concentrirtem essigsaurem Natrium ausge-fällt, 20 Minuten gekocht und filtrirt. Das Filtrat wird dann bei 36° C.mit Chlorgas behandelt bis es schwach riecht, 6 Stunden an einemwarmen Orte stehen gelassen, bis alles Mangansuperoxyd ausgefälltist, wobei etwa gebildete Mangausäure durch Zusatz von wenig Alkoholreducirt wird; der Niederschlag wird endlich abfiltrirt und als MnO,gewogen.
!) Mohr, Dingl. pol. J. OLIV, 434; Chem. Centr. 1860, 76. 2 ) List,
Bericht über die k. Provinzial-Gewefbeschule zu Hagen (Programm) 1860, 7.
3 ) Espenschied, Ann. Chem. Pharm. CXIV, 255; Chem. Centr. 1860, 702.
4 ) Eggertz, Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1867, 371; Wagn. Jahresber. 1867, 12.
°) Rowan, Engineering 1870, June, 455; Chem, Centr. 1870, 592.