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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Gruppe III. Chemische Industrie.

fast abgeschlossen. Die von" Gebirgen begrenzte unregelmässige Ge-stalt der Bucht bewirkt, dass die Temperatur hier verhältnissmässigmilde und die Macht der Stürme nur gering ist. Indessen tritt derSüdostwind bisweilen mit orkanartiger Heftigkeit auf.

Das Pflanzenleben ist in den drei Sommermonaten für Grönlandungewöhnlich üppig. Der Ort Ivitut verdankt diesem Umstand seinenNamen; das genannte Wort bedeutet im Grönländischenein gras-reicher Ort. Hinter den Kryolithschachten fliessen die durch dasSchmelzen des Schnees gebildeten Gebirgsbäche, die sich zu zwei Flüssenvereinigen, welche, umgeben von einem üppigen Weidengehölz, dasThal durchschlängeln. Der Wald, welcher ungefähr 1 / i Quadratmeilebedeckt, besteht hauptsächlich aus Salix glanca (Oppilc serssök'' oderOrpirlc soak, d. h. ein hoher Baum), untermischt mit der kleinerenSalix aretica (Orpik , d. i. ein Baum, der auf seiner Wurzel steht), hierund da mit dem grönländischen Vogelbeerbaum ( Pirus amcricana ) und Qvaner (Archangelica off.), deren aromatische Blattstiele von Ein-geborenen und Europäern gern genossen werden.

Der Erdboden ist ferner reichlicher mit einem grünen Grasteppichbedeckt, als es sonst in Grönland der Fall ist. Auch Blumen, wie dieKreuzblume, der Löwenzahn und andere Compositeen, der Steinbrech,Ranunkeln, Potentillen und andere zum Geschlecht der Rosen se-hörende Blumen, ferner Rumexarten schmücken ihn. Aber auch hierfindet man, wie in dem übrigen Grönland, besonders am Fuss der 800bis 1200 Fuss hohen Gebirge, die Rauschbeere (Empctrum nigrum ),Heidelbeere (Yacciniimi pubescens), Wachholder {Juniperus nana ) u. a. m.in Verbindung mit der Zwergbirke ( Betula nana), der Zwergweide( Salix herbacea) und dergleichen.

Das Thierleben ist gleichfalls reichhaltig vertreten. Am Fasseund in den Klüften der Berge sind Schneehühner ( Tetrao Reinhardti),Schneehasen ( Lepus gladalis), Bergfüchse ( Vulpes lagopus) häufig,während die Klippen am Meere mitMöven,Ritten oderTatteratten(Lams tridadylus), Lummen (üria Brünichii), Tordalken {Älca toräa)und anderen Schwimmvögeln besetzt sind. Namentlich überwinternhier auch Eidergänse. In der See werden verschiedene Arten vonSeethieren gefangen, besonders der kleine fette Angmansak ([Mallotusarcticus), der sich hier in solcher Menge einfindet, dass das Wasser oftfast schwarz davon erscheint. Auch der grönländische Dorsch, Ovak( Qadus Ovale), wird in grosser Menge gefangen. Eine wahre Landplagebildet die unzählige Menge Mücken, die namentlich zur Mittagszeit solästig sind, dass man, um sich ihrer einigermaassen zu erwehren, einenSchleier vor dem Gesicht tragen muss. Von Hausthieren gedeihen derHund, die Ziege und das Schwein.

Der Ort war früher unbewohnt und wurde nur im Sommer vonGrönländern besucht, welche dortAngmansaker zum Wintervorrath