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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Ueber den Kryolith von Grönland etc.

Aus der Tabelle ist ersichtlich, dass,'nachdem die Waare im Jahre1865 auch nach Amerika Abgang fand, die Anzahl der Schiffe undLadungen bedeutend zugenommen hat. Amerika ist für Doppelreisenviel günstiger gelegen, als Europa. Dagegen bat Amerika, welches inder Regel schlechte Schiffe aus Föhrenholz absandte, verhältnissmässigviel Schiffbrüche und Havarien erlitten, nämlich von 1865 bis 1871sieben Schiffbrüche und zwei Havarien, während in derselben Zeit aufEuropa nur ein Schiffbruch (1871) fällt.

Bemerkt sei noch, dass, wenn die dänische Tonne zu 6 Ctr.gerechnet wird, die Zahl von 1 359 Ctr. oder, da 20 Ctr. =

1 Ton, 68 000 Tons resultirt.

Man sieht ferner aus der Tabelle, dass Amerika, mit Ausnahmedes Jahres 1873, bei weitem das Meiste der jährlichen Förderung er-halten hat. Dies hat seinen Grund darin, dass Amerika laut Contractjährlich 6000 Tons haben soll, während nach Europa nur 4000 Tonsausgefübrt werden dürfen. Legt man diesen Umstand der Rechnungzu Grunde, so kommt man zu einer grösseren Zahl für die Kryolith-ausfuhr. Da Amerika in den neun Jahren seit 1865 jährlich 6000 Tonserhalten hat mit Ausnahme des Jahres 1873, in dem es wegenungünstiger Verschiffungsverhältnisse nur 2000 Tons bekommen hatso folgt, dass nach Amerika 50 000 Tons und nach Eirropa in dersel-ben Zeit 36 000 Tons verschifft worden sind. Rechnet man dazu diefrüheren Ausfuhren, so beläuft sich die Gesammtausfuhr von Kryolith aufüber 100 000 Tons. Der Staat Dänemark hat hieraus eine Einnahmevon mehr als 1 / 2 Million Rigsdaler gezogen.

In Europa befinden sich vier Fabriken, welche behufs Verarbei-tung des Kryoliths gegründet worden sind, nämlich:

1. Oeresund bei Kopenhagen, in Betrieb gesetzt seit Februar 1858;

2. die Harburger Alaunfabrik zu Harburg, seit ungefähr 1860in Betrieb;

3. Goldenschmieden bei Deutsch-Lissa in Schlesien x );

4. Warschau, Fabrik von H irschmann, Kijewski und Scholz e;während in Amerika nur eine Fabrik, die zu Natrona bei Pittsburghin Pennsylvanien, seit 1866 in Betrieb ist, welche indess eine solcheAusdehnung hat, dass sie jährlich 6000 Tons Kryolith, also fast 50 p. C.mehr als die vier Fabriken in Europa zusammen, verarbeitet.

Hieran mögen sich einige Mittheilungen über die Localität desKryoliths und seine Gewinnung schliessen.

Ivitüt (auch Ivigktüt, Iviktout, Ivikaet, Ivigtok, Evigtok ge-schrieben) liegt in einem Thale auf der Südseite der Arsuk (auch Arsut,Arktut, Arksuk) Bucht, 61° 12 m nördl. B. und 48° 10 westl. L.

Die Arsukbucht ist durch hohe Berginseln von der offenen See

B Diese Fabrik verarbeitet jetzt Bauxit anstatt des Kryoliths. B. B.