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Aluminium uncl Aluminiumverbin düngen.
rung dieser Reduction an, und erhielt das Metall in Mengen, die zurErforschung der Chemie desselben genügten, aber den Gedanken einerpraktischen Verwerthung ausschlossen. Diese wurde angebahnt, alsII. Sainte-Claire Deville sich vom Jahre 1854 ab mit der Darstellungbeschäftigte. Er bediente sich des Natriums an Stelle des Kaliums.Anfangs leitete er Chloraluminium dampfförmig über erhitztes Natrium,wobei Aluminium und ein weniger flüchtiges Doppelsalz von Aluminium-chlorid und Natriumchlorid entsteht. Das letztere kann im Wasserstoff-strom abdestillirt werden und Aluminium bleibt in Kügelchen zurück.
II. Ste.-Claire Deville constatirte die werthvollen Eigenschaftendes Metalls: dass es beim Schmelzen und Giessen sich nicht oxydire,in siedendem Wasser blank bleibe und durch verdünnte Säuren nichtangegriffen werde, und richtete unverdrossen seine Bemühungen aufdie fabrikmässige Darstellung des Aluminiums', Bemühungen, welchedurch eine vom Kaiser Napoleon III.bewilligte grössere Summe Geldeswesentlich gefördert wurden. In der chemischen Fabrik zu Javellewurde zuerst im Grossen Aluminium dargestellt, welches als industriellesObject auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1855 figurirte. Späterverband sich Deville mitDebray, Morin und den Gebrüdern Rous-seau. In der Fabrik der letzteren wurden die Methoden entwickelt;sie erlangten unter der Leitung des Hrn. Morin in Nanterre, später unterderjenigen der HerrenMerleundUsiglio in Salindres die Vollkommen-heit, mit der man heute in mehreren Fabriken das Aluminium gewinnt.
Nicht nur die Technik, sondern auch die reine Wissenschaft istdieser Entwickelung der Aluminiumfabrikation zu grossem Danke ver-pflichtet. Man suchte nach billigen Quellen und Bereitungsweisen derMaterialien zur Aluminiumfabrikation, des Chloraluminiums und desNatriums. Dadurch wurde einerseits die Industrie ins Leben gerufen,welche sich mit der Verarbeitung von Kryolith und Bauxit befasst;andererseits ist es den Bemühungen Deville’s gelungen, auf billigemWege metallisches Natrium darzustellen. Während der Preis desselbenim Jahre 1852 noch 2000 Frcs. das Kilogramm war, wurde es 10 Jahrespäter zu 15 Frcs. in den Handel gebracht. Heute stellt man sichreines Aetznatron aus Natrium dar, und wenn man bedenkt, welchschätzbares und beliebtes Reagens bei wissenschaftlichen Arbeiten dasNatrium ist, und wie sehr sowohl die unorganische als die organischeChemie durch den Gebrauch desselben gefördert ist, so können wir dieVerdienste um die Natrium- und damit um die Aluminiumfabrikationkaum hoch genug anschlagen.
Anstatt des reinen Chloraluminiums wandte Deville bald dessenDoppelsalz mit Chlornatrium an, welches er durch Natrium in einemFlammofen reducirte. Chloraluminium und seine Doppelsalze ziehenindessen sehr begierig Feuchtigkeit an und dann entstehen beim Er-hitzen Salzsäure und Thonerde. Diese letztere überzieht die einzelnen