Calcium.
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als Signal auf Leuchtthür men hat mit den hohen Kosten der Darstel-lung des Sauerstoffs zu kämpfen. Nach einem Bericht von Faradayhat es auf einigen Leuchtthürmen Anwendung gefunden *)• Derselbetheilt mit, dass acht Knallgasflammen, die in einer Horizontalebeneliegen, ihr Licht auf ein achtflächiges Kalkprisma von 3 3 / s Zoll Durch-messer und 16 Zoll Länge richten. Durch ein Uhi’werk wird' dasPrisma um einen Zoll in der Stunde gehoben. In 12 Stunden werden248 Cubikfuss Sauerstoff und 312 Cuhikfuss Wasserstoff verbraucht.
Im amerikanischen Secessionskriege machte die Unionsarmee beider Belagerung einiger Forts vielfach Anwendung von dem Kalklicht.Heute wird es zur Darstellung von Nebelbildern (dissolving views) vonmikroskopischen Objecten, hei dem Gebrauch der Laterna magica be-nutzt. In der Mehrzahl der Fälle wird der Aetzkalkeylinder durchStifte aus gebrannter Magnesia ersetzt. (Vgl. Seite 553) 2 ).
Nächst dem Calciumcarbonat und Kalk ist es das Calciumsulfat,der G y p s, welcher von allen Calcium Verbindungen die ausgedehntestetechnische Anwendung erfährt. Das Calciumsulfat kommt in der Naturin zwei Formen vor, wasserfrei als Anhydrit, wasserhaltig als GypsCaS 04 4- 2 II.j0. Bei einer Temperatur von 110° bis 120° verliertgepulverter Gyps sein Wasser vollständig. Dieser gebrannte Gypsnimmt die beiden Molecule Wasser wieder auf und erstarrt dabei. Aufdieser Eigenschaft beruht die Mehrzahl der Anwendungen des Gypses.
Im Grossen brennt man den Gyps in Gypsöfen. Dies geschiehtnie mit „kleiner Flamme“, weil, wenn der Gyps mit dem Brennmate-rial in unmittelbarer Berührung ist, derselbe oberflächlich zu Schwefel-calcium reducirt wird. Während beim Kalkbrennen lebhafte Glühhitzeerforderlich ist; reicht beim Gypsbrennen eine weit niedrigere Tempe-ratur hin, ja wenn dieselbe 204° übersteigt, so wird der Gyps todtgebrannt, d. h. er vermag nicht mehr, mit Wasser angerührt, einenrasch erhärtenden Brei zu bilden.
Nach den Arbeiten des Hrn. Fr. Schott 3 ) indessen ist das, wasman bisher todtgebrannten Gyps nannte, nur scheintodter Gyps, dernach einiger Zeit zu neuem Leben erwacht. Eine auf die Dauer gegenWasser indifferente Modification des Gypses existirt nicht. Beim Er-hitzen des Gypses über den Punkt hinaus, hei welchem er sein Wasservollständig abgiebt, beginnt eine Sinterung desselben, wodurch erdichter wird. In Folge davon legt er sich in einen gegebenen Baumdichter und vollkommener ein, als ungeglühter Gyps. Neben dieserErscheinung zeigt er eine zunehmende Trägheit in der Aufnahme desHydratwassers. Beide Erscheinungen steigern sich mit wachsenderTemperatur, bis der Gyps bei 400 bis 500° in eine hydraulische Modi-
: ) Wagn. Jahresber. 1864, 685. 2 ) Vergl. ferner in diesem Bericht:
Oppenheim, Sauerstoff, S. 14; 'Wasserstoff, S. 28. 3 ) Schott, Ding],
pol. J. CCII, 52 und 355.