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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Potasclie.

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ammoniakalische Producte und gasförmige Kohlenwasserstoffe, welcheletztere nach einer angemessenen Reinigung ein vortreffliches Leucht-material bilden. Der aus den Retorten kommende kohlige Rückstandwird in Flammöfen verascht und zeigt dann im grossen Durchschnittfolgende Zusammensetzung:

Kohlensaures Kalium.30'09 p. C.

Kohlensaures Natrium. 1'95

Chlorkalium. 8'95

Schwefelsaures Kalium . . . . 15'12

Das Product lässt sich leicht raffiniren, und befolgt man dabeidas hei der Raffination der Schlempekohle beschriebene Verfahren; nurtreten im Laufe der Arbeit weniger Schwierigkeiten als bei letzteremauf, weil, der Gehalt der Asche an Soda so gering ist, dass diese nichtabgeschieden zu werden braucht.

Die erzielte Potasche enthält:

Kohlensaures Kalium.72'53 p. C.

Kohlensaures Natrium. 4'14

Chlorkalium. 6'34

Schwefelsaures Kalium. 5'91

Wasser, unlösliche Substanzen etc. . 10'08

Sie reiht sich den besten Producten der Schlempekohleraffineriean und hat leicht Eingang gefunden.

Nach einer Mittheilung der Herren Professoren Dr. Landolt und .Dr. Stahlschmidt '), welche im Aufträge der preussischen Regierungdie besten Einrichtungen für Verarbeitung der Wollschweisslauge zuermitteln berufen waren, werden in den Etablissements von Mehlerzu Verviers, von G. Fern au & Co. zu Brügge, wie in der Fabrik vonWerrotte in Lüttich die Wollschweisslaugen in besonders construir-ten Flammöfen unter Mitwirkung eines Exhaustors abgedampft undcalcinirt.

Die gemauerte Verdampfpfanne des genannten Flammofens istdurch eine, dieselbe etwa in der Mitte der Quere nach durchziehende,bis 10 Cm. unter den Flüssigkeitsspiegel hinabreichende Scheidewandin zwei- Theile getheilt. Der Exhaustor, an dem der Feuerung ent-gegengesetzten Ende des Ofens angebracht, saugt die Verbrennungs-gase unter der Scheidewand, also durch die Flüssigkeit hindurch, undsoll hierdurch eine erhebliche Ersparniss an Brennmaterial bewirktwerden. Nachdem die Lauge in diesem Ofen bis zur Syrupsdicke ein-gedampft ist, wird sie in einem daneben liegenden zweiten Ofen hin-

) L a ml ol t - S talilsclimidt, Dingl. pol. J. CCXV, 3.Wiener Weltausstellung. III. 26