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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Kalidüngmittel. 397

keinem Zweifel, ganz abgesehen von dem trockenen Rauche, der derEntwickelung der Blüthe ganz gewiss nicht von Yortheil ist.

Den Schaden, den der Haarrauch den Menschen verursacht, beson-ders den leidenden, haben wir Aerzte tagtäglich leider Gelegenheit zusehen. Jeder Brustkranke, er mag an einfachem Brustkatarrh oder anlangwierigen chronischen Brustbeschwerden leiden, sieht dem Erscheinendes Haarrauchs mit Angst entgegen. Das Athemholen geht nur be-schwerlich von Statten, es stellt sich Hustenreiz und Schmerz ein, jederBrustkranke schliesst sich bei dem Herannahen des Haarrauchs in seinemStübchen fast hermetisch ab, allein der Alles durchdringende erreichtihn dennoch und zwingt ihn, dem Rauche seinen Tribut zu zahlen.

Da der Haarrauch fast immer mit einer bedeutenden Lufttemperatur-Verminderung, oft bis zu 8°C., auftritt, so giebt er, da man bei derwärmeren Morgentemperatur sich gewöhnlich leichter gekleidet hat,sehr häufig die Veranlassung ab zu Erkältungen, zu Katarrhen undrheumatischen Fiebern.

So concentrirt erscheint der Haarrauch hier nicht, dass sich Augen-entzündungen einstellen; allein von Männern, die zur Zeit des Moör-hrennens die dortige Gegend bereist haben, wird versichert, dasssolche Augenentzündungen daselbst fast allgemein herrschen und dassauch später, wenn die Periode des Moorbrennens vorüber ist, die Be-fallenen diese Affectionen nicht wieder verlieren.