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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Bor uncl seine Verbindungen.

Einige hundert Fuss direct östlich von diesen heissen Quellen er-hebt sich ein kleiner steiler Hügel, dessen Grundgestein Lava ist,.dasaber mit einer dicken, harten Kruste, porös wie Meeresschwamm, baldweiss, bald röthlich überzogen ist. Kein Zweifel, wir haben hier dieKieselsäureincrustationen eines ehemals mächtigen Geisers vor uns.Derselbe mag, wie jetzt noch die erst .vor einigen Jahren entdeckten,über 200 Fuss hoch springenden Geiser Montanas, seine kochendeWassersäule mehrere hundert Fuss hoch in die Luft geschleudert haben,alles Umliegende mit Kieselsäure incrustirend und Glaubersalz-, Gyps,Kochsalz und Borax im Thalgrund hinterlassend.

Solcher grosser Geiser muss es indess mehr als einen gegebenhaben, denn drei Meilen südlich, in der Nähe von Boraxablagerungen,begegnete ich auf einem flachen Hügel einem Kraterrande, der einmaleinem Geiser angehört haben musste.

In welcher geologischen Periode diese Geiser thätig waren, wird sichvielleicht durch das Studium einiger verkieselten Fossilien feststellenlassen; nach langem Suchen fand ich einmal eine undeutlich erkennbareverkieselte Molluske, die offenbar der jüngeren Periode angehört.

Die Thonschicht, die den letzteren Geiserkrater ausfüllte, gab starkeReactionen auf Salpetersäure, enthielt ausserdem Natriumchlorid undNatriumsulfat.

Was die Bildung des Boronatrocalcits betrifft, so muss dieser beimVerdunsten des Geiserwassers aus Gyps und Borax entstanden sein,und ich glaube, dass es leicht möglich sein wird, unter den richtigenVerhältnissen dieses Mineral aus Gyps und Borax künstlich zu repro-duciren. ,

Die Boronatrocalcitablagerungen. Durch die Central-Pacific-Eisenbahn wird die Besitzung in einen westlichen und östlichenTheil getrennt. Auf dem westlichen Theile liegt das Stationshaus, aufdem östlichen das Fabrikgebäude, die heissen Quellen und das jetztbearbeitete Boraxfeld.

Westliches Feld. Vom Stationshause direct westlich gehend,dann nordwestlich eine Strecke von nahe 1500 Fuss zurücklegend,zeigten mir die angestellten zahlreichen Nachgrabungen, dass die reich-haltigste Erde in den Sandhügeln zu finden sei, aber nicht in demThonboden, der diesen Sandanhäufungen unterliegt und zwischen dem-selben zu Tage tritt. Solcher Hügel von 40 bis 50 Cubikfuss Inhaltzählte ich im Durchschnitt 20 auf je 10 000 Quadratfuss, oder in anderenWorten: etwa 10 p. C. des westlichen und nordwestlichen Theils deswestlichen Feldes sind gutes Boraxland; der östliche und mittlere Theildes westlichen Feldes enthält dagegen die Boratablagerungen in einergleichmässigen Schicht von 1 bis l 1 /^ Fuss Tiefe. Im südlichen Theile deswestlichen Feldes, 400 Fuss Südwest, südlich vom Stationshause, stiess