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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Ueber Trinkwasser. 63

nahezu die ganze Menge der im Meerwasser vorhandenen aus leben-digen Organismen besteht.

Die Tabelle a. S. 60 u. 61 enthält die Ergebnisse der Analyse von vier-zehn Wassern, welche als Typen der sieben oben bezeichneten Classenvon Trinkwassern betrachtet werden können. Zum Zweck der Ver-gleichung ist die Zusammensetzung des Meerwassers beigefügt.

III. Reinigung des Wassers.

Man hat oft behauptet, allein ohne Beweise für diese Behauptungzu geben, dass sich die organische Materie, welche in den Sielwassernund anderen die Ströme verunreinigenden Flüssigkeiten enthalten ist,während des Fliessens dieser Ströme schnell oxydire, und dass, wennSielwasser mit dem zwanzigfachen Volum Flusswasser gemischt ist, dieorganische Materie, welche in ersteren enthalten ist, oxydirt und voll-ständig zerstört sei, wenn das Wasser einen Weg von einem DutzendMeilen (engl.) zurückgelegt habe. Die folgenden Beobachtungen und Ver-suche über diese angebliche Zerstörung der organischen Materie imSielwasser sind von der Rivers Pollution Commission angestellt worden.

Der Fluss Mersey fliesst, nachdem er oberhalb der Brücke vonStretford Road die Sielwasser mancher Städte und Fabriken aufgenom-men hat, von dort 13 Meilen (engl.) bis zu seiner Vereinigung mit demIr well ohne eine wesentliche Verunreinigung zu erfahren, obwohl seinWasserreichthum durch die Aufnahme reiner Zuflüsse etwas vermehrtwird. Der Fluss Ir well fällt, nachdem er Manchester passirt hat, beiThrostlenest über ein Wehr und läuft alsdann 11 Meilen weit bis zuseiner Vereinigung mit dem Mersey ohne weitere erhebliche Verunrei-nigung und ohne wesentlichen Zufluss reinen Wassers. Endlich ver-einigt sich der Fluss Darwen, stark verunreinigt durch das Siel-wasser von Over Darwen, Lower Darwen und Blackburn, nahe unter-halb der letztgenannten Stadt mit dem Blake water und fliesst alsdann13 Meilen bis nahe zu seiner Vereinigung mit dem Ribble beiWalton-le-Dale ohne weitere Verunreinigung, obwohl sich sein Wasserreichthumwährend dieses Theils seines Laufs mehr als verdoppelt durch dieAufnahme der Flüsse Roodlesworth, des Alum House Bachs undzahlreicher anderer Zuflüsse, welche sämmtlich frei von Verunreini-gungen sind. Wasserproben wurden an dem oberen und unteren Theiledes Laufes der bezeichneten Flüsse genommen.

Die Ergebnisse der Analyse sind in der Tabelle auf folgenderSeite zusammengestellt.

Diese Zahlen dürfen nicht allzu ängstlich interpretirt werden,denn es ist klar, dass das Verhältniss der einzelnen Bestandtheile vonFlusswasser in so hohem Grade verunreinigt, wie diejenigen, mit denenman experimeutirte, an einer gegebenen Stelle des Stromlaufes zu ver-