Druckschrift 
3 (1824)
Entstehung
Seite
6
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Uebergaug aus dem Thonschiefer in den Kalk beobachten,indem der Schiefer mit zunehmender Mächtigkeit derSchichten immer kalkhaltiger wird, und immer mehr seineschwarze Farbe verliert, je mehr er sich dem Kalke nähert,bis das Gestein endlich alle Merkmale des Thonschiefersverliert und mit denen des Kalksteins erscheint. DieSchichten des Kalks liegen hier ganz sichtbar auf denendes Thonschiefers und beide haben ganz dasselbe Strei-chen und Fallen, und zwar ein ziemlich steiles Einfallen.Dieser Kalkstein ist also ohnstreitig mit dem Thonschieferzu gleicher Zeit gebildet, weil er in ihn übergeht. DerKalkstein wird bey Sutrup von einem schmalen Strei-fen Thonschiefer unterbrochen, dessen Schichten gleichesStreichen und Fallen mit Lenen des Kalksteins haben.Dieser Schiefer ist kalkhaltig. — Der Kalkstein ist hiersehr mächtig geschichtet, unregelmäßig abgesondert, zer-klüftet, sehr fest, dicht, von schwärzlich grauer Farbe undverbreitet beim Anschlägen einen bituminösen Geruch.Er bildet hier schroffe Felsen, an denen man fast keineSpur von Verwitterung bemerkt, und enthält eine sehrgroße Menge Versteinerungen, welche große Aehnlichkeit ,mit den Sticlglicdern der Encriniten haben und ausKalkspath bestehen. Keine dieser Versteinerungen ließsich von dem sie umhüllenden festen Gestein trennen,und man konnte daher nur ihre Durchschnitte sehen, sowie sie beim Anschlägen in dem Kalkstein sichtbar wur-den. Diese Durchschnitte waren Theils rund, Theilsoval, Theils viereckig, weshalb sie wohl eine cylindrischeGestalt haben müssen- — Dieser Kalkstein beherrscht auch' die Gegend um Warstein, wo er die schroffen Felsen-wände des engen Thales bildet, worin dieser Ort liegt.Ganz nahe bei Warstein findet man viele Streifen von