Druckschrift 
2 (1813)
Entstehung
Seite
108
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108 Sauerstoff mit Wasserstoff.

pfen verdunstete nicht, sondern nahm vielmehr, durchAbsorbtion der Säure, an Volumen zu. Hieraus schlie-ßen ssie, daß das flußsaure Gas frei von chemisch ver-bundenem Wasser sey. Dieser Schluß wird auf dasgasförmige Ammonium, nicht aber auf das salzsaureGas ausgedehnt.

Ich verwundere mich über die Ausnahme, welchediese Chemisten in Betreff der Salzsäure machen, indemjeder Naturforscher weiß, daß dieselbe Erscheinung stattfindet, wenn ein Tropfen Wasser in salzsaures Gas ge-bracht wird. Auch hier nimmt das Volumen des Tro-pfens durch Verdichtung der Säure zu, und verdunstetnicht. Sie deuten jedoch auf die Versuche von Henryund Berthollet hin, in welchen vorausgesetzt wird,daß das Wasser im Zustande inniger Vereinigung mit^ diesem sauren Gas angetroffen werde; auch führen sie

einige ihrer eigenen Versuche an, in welchen sie fanden,daß ein Viertheil des Gewichtes dieses Gas Wasser sey.Sie sehen diesen Schluß: daß das salzsaure Gas dieeinzige Gasart sey, welche chemisch verbundenes Wasserenthält, als auffallend an; und sind geneigt, das Was-ser als Bestandtheil der Salzsäure zu betrachten; nichtaber, daß der Sauerstoff und Wasserstoff sich im Zu-stande des Wassers befinden.

Gay Lüssac und Thenard fanden, daß dasdurch Boraxsäure aus der flußsauren Kakkerde entbun-dene flußsaure Gas keine Kieselerde auflöse, wegen derBoraxsäure, welche es aufgelöst enthält. Eine anderemerkwürdige Thatsache war die, daß die durch Schwe-felsäure aus der fiußsauren Kalkerde, in einem bleiernen