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Prussia scholastica: Die Ost- und Westpreussen auf den mittelalterlichen Universitäten
Entstehung
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Einleitung.

Der Plan, ein vollständiges Verzeielmiss der Preussen auf denmittelalterlichen Universitäten zusammenzustellen, hat allerdings schonlange an zwei Stellen bestanden. Ernst Strehlke, dessen weitumfassenderBlick nichts, was die Geschichte seines preussischen Heimatlandes an-ging, ausser Acht liess, hat ihn gehegt und sich darüber 1864 im2. Bande der Scriptores rerum Prussicarum S. 803 folgendennassen ge-iiussert:

Wir gedenken an irgend einem Orte im weiteren Verlaufe diesesWerkes die Namen, welche sicher oder wahrscheinlich Preussenoder Livländern angehören, im Auszuge aus jenen Verzeich-nissen [den Prager Matrikeln] mitzuteilen und daran einigeNachrichten über solche Personen aus jenen Ländern anzu-knüpfen, welche vor der Reformation auf anderen Universitätenstudierten. Eine überaus reiche Quelle dafür bieten z. B. diehandschriftlichen Alba der Universität Leipzig, welche grossen-teils der Prager Nachfolgerin in ihrer Bedeutung für dasnördliche Europa wurde.

Sechs Jahre später schrieb Dr. Franz Hipler in seiner BibliothecaWarmiensis oder Literaturgeschichte des Bistums Ermland (= Monu-menta historiae Warmiensis Band IV) S. 195 Anm. 91die Namender (33) ermländischen Alumnen des Collegium Germanicum werdenunter den Auszügen aus den Universitätsmatrikeln mitgeteilt werden.Dass sich Hipler sehr eingehend mit dem Besuch der Ermländer aufden deutschen und italienischen Universitäten beschäftigt und umfang-reiche Sammlungen dafür angelegt hat, lässt sein Werk an vielenStellen, besonders S. 7075, erkennen. Was aus Strelilkes Vorarbeitengeworden ist, vermag ich nicht zu sagen; Herr Domkapitular Hipleraber, dem ich 1892 von meinem Plane Mitteilung machte, erklärte sichzur Aufnahme meiner Sammlung in die Monumenta historiae Warmiensisbereit, indem er selbst seine Vorarbeiten über den nämlichen Gegen-stand bei Seite legte. So erklärt sich die Einverleibung der Prussiascholastica in die Ermländischen Geschichtsquellen.

Die vorliegende Sammlung verdankt ihre Entstehung ebenfallsder Publikation der Acta nationis Germanicae von Bologna. HerrProfessor Dr. Knod in Strassburg, w'elcher mit der Bearbeitung derLebensnachweise der einzelnen Mitglieder dieser Körperschaft von derBerliner Akademie betraut ist, wandte sich wegen der in Bologna vor-kommenden Preussen an mich, und diese Anfrage wurde der Ausgangs-punkt für die Sammlung aller Studierenden des Ordenslandes Preussen.Als Zeitgrenze habe ich die Säkularisation des Ordensstaates gewählt,das Jahr 1525, zugleich für Preussen die Epoche der Kirchen-trennung. Vielleicht hätte es sich empfohlen, noch 19 Jahre weiter zugehen bis zur Gründung der eigenen preussischen Hochschule Königs-berg, deren ältere Verzeichnisse doch auch einmal ans Licht treten

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