Druckschrift 
2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
Entstehung
Seite
535
Einzelbild herunterladen
 

Ferrex-Thal. 535

den Uralpen. Kalkstein mit Glimmer gemengt streichtaus dem Antremont - Thal durchs Ferrex-Thal vonNNO. nach SSW. in fast senkrechten Schichten, .dienur etwas nach SO. senken. Diese Stellung bewirkt,dafs sich der Ur-Kalkstein an der Nordwestseite desFerrcx-Thaies auf das Urgchirge der Montblanc-K.ett 6an- und etwas auflegt, und dafs sich auf der südöst-lichen Seite des Ferrex-Thal die Gneifsscldchten desBernhards auf den Kalkstein lehnen. Der Kalksteinist hin und wieder so voll Glimmer und geblättert,und dem Gneifse so ähnlich, dafs es schwer wird ihnzu erkennen. Der Cyps, welcher oberhalb Orsieres zuTage ausgeht, streicht zwischen dem Kalkstein durchdas Ferrex-Thal. Der H. Berghauptmann PVitd ausBex entdeckte im J. 1787. zu Monaz im Ferrex-Thaldrey Lagen Versteinerungen, welche durch ihr Gesteinund ihre Versteinerungen unter einander sehr verschie-den seyn sollen. Es wäre sehr wichtig, diese That-sache genau zu untersuchen, da man noch nie in denUrfels-Gebilden eine Spur von Versteinerungen gefun-den hat. ln dem Ferrcx-Thale liegen ungeheure Gra-nitblöcke zerstreut; sie sind von der Montblanc- Kette,die sich mit der Aiguille d'Ornex endigt, und den Cotde Ferrex ganz beherrscht, durch gewaltige Fluten insFerrex- und Antremont - Thal geführt worden; difeNadel Ornex besteht aus demselben Granit als alleTrümmer, die man hier findet. Der Col de Ferrexselbst besteht aus dünnem zerreiblichem Thonschiefer,mit Quarzadern ; nach Courmajeur abwärts Schiefer