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Comer-See. '^12
jeria. Auf Germanello folgen Laglio, Carate, Urio ,Vo eine sehr schäne Villa, die Hole Strona und Dach-schieferbrüche sind. Gegenüber sieht man am UferHäuser von den hoch liegenden Dörfern Careno, Pog-nana, Pallariza , Lemna und Molina und die Pliniana ,die berühmteste Villa am ganzen Comersee. Diese Villa,ehedem Pluviana genannt, wurde 1570. von einem An-guissola erbaut, und gehört jetzt dem Canarisi. Aufbeyden Seiten fliefsen und stürzen Bäche , über welcheBrücken und Gänge zwischen Lorbeerbäumen, Zypres-sen, Kastanien, Maulbeerbäumen, Pappeln, Wein, wodie Aussichten stets wechseln. In der Villa selbst istdie periodische Quelle merkwürdig, welche Plinianagenannt wird, nicht weil sie Plinius gehörte, sondernweil sie von den beyden berühmten Schriftstellern die-ses Namens angepriesen und von dem jüngern Pliniusbeschrieben und nach den physischen Kenntnissen jenerZeit untersucht ist. Eine hier aufgestellte schwarze Mar-mortafel enthält in italienischer Sprache diesen Briefdes Plinius (d. 50. Brief des IV. Buches). Wie vor18- Jahrhunderten, so wächst diese Quelle noch jetztwährend einigen Stunden, nimmt dann wieder mehrereStunden ab, hört aber nie ganz auf zu fliefsen. Ober-halb der Pliniana giebt es viele Holen voll Wasser inden Kalksteingebirgen. Die wahre Ursache des periodi-schen Fleifsens ist noch nicht gefunden; der berühmteNaturforscher zu Mailand , Amoretti , welcher dieseQuelle mehrere Monate beobachtete, findet die Ursachein den Wirkungen des Abendwindes. — Auf Urio