4o8 Co mer-See.
der einen Gletscher trägt. Sehenswerth hier die ViR*und Garten Serponti. Die Hitze bey Varena ist imSommer so stark, dafs die Aloe zwischen den FelsenIrey wächst, zuweilen blüht, ja sogar die syrischePflanze Melia azedarach findet sich hier. Bey denvielen Marmorarbeitern in Varena kann der Reisendealle Marmorarten des Sees kennen lernen. Zehn Minu-ten oberhalb Varena viele und tiefe Höhlen. NichtWeit von Varena südwärts der Fiume di Latte , welcheraus einer 1000 F. über den See erhabnen Grotteherabstürzt. Dies ist eine periodische Quelle, welcheim Merz beginnt, mit der zunehmenden Hitze wächst,und im Herbst aufhört ; sie soll aus einem Gletscheroberhalb Varena entspringen. Im J. 1540. flofs dieseQuelle gar nicht, und im Winter vorher war wederRegen noch Schnee gefallen ; dagegen flofs sie sogarim Wimer des J. 1796., in welchem unaufhörlich Re-gen fiel. Nahe bey dem Fiume di Latte Capuana unddie Villa Serbelloni, wo schöne künstliche Wasserfälle;hier ist ein römischer Mosaikfufsboden ausgegrabenworden, und nach Boldoni stand hier die ComediaPlinii. Zwischen Capuana und der Panta di Bellagioöffnet sich der östliche oder Lecco - Seearm. An derPunta di Bellagio fürchterliche Klippen und nacktesenkrechte Felswände mit Oliven bekränzt. Auf derOstseite die herrliche Villa Giulia di Vinini, von wel-cher eine schöne Allee nach dem Dorfe Bellagio amComerseearm führt. Auf der Höhe des Vorgebirges derPallast Serbelloni, wo man die beyden Seearme zum
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