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2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
Entstehung
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Chiavenna (Clav e nn a ; deutsch: Clefen , Klä-fen)., ein hübsches Städtchen auf der Südseite desSplügen , an der Mera , in einem 7-8 St. langen Thalvon hohen Felsen umgeben, welches sich nach S. gegenden See von Chiavenna (Lagetto di Chiavenna) 2 St.entfernt, öffnet. Es liegt unter 46°, 15% o" nördl.Breite, und 27°, 1', o" der Länge. — Wirthshänser:St. Augustin , und die Locanda von Theodor Fumo.

Geschichte. Der Longohardische König Cunibertschenkte den Zoll, die Klause und Brücke zu Chia-venna im J. 701. dem Bisthum Como. Chiavenna standim XI. und XII. Jahrhundert unter der Republik Como,nachher unter den Herzogen von Mailand und wurde1512. von den Graubündtnern erobert und als unter-thäniges Gebiet bis 1797. besessen und regiert, wo esdurch den Ausspruch des französischen Generals Fo-naparte in Mailand mit der cisalpinischen Republikvereinigt wurde.

Merkwürdigkeiten. Die Landschaft Clefen be-steht aus dem JVzÄoAr-Thal, von der Lira durchflossen,welches sich zum Splügen hinaufzieht; aus dem klei-nen Fraciscier - Thal, einem Nebentliale des Jakobs-Thal; dem Plurser- Thal, von der Mera durchströmt,welches an das Bregell-Thal stöfst; dem unbewohntenwilden alpenreichen 6 Stunden langen Coldera - Thal,welches sich nordöstlich in die Bernina- Kette hinein-zieht, in dessen oberstem Theil, in der Alp Siviggia ,ein ungeheurer Gletscher liegt; in dem Yal di Ranauch in der Berninakette, welches nahe bey Vercelli