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2 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 1 (1809) A - F
Entstehung
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Längen - Thal von INO. nach SW. 45 St. lang,^4-^2 St. breit, von der Arve durchflossen; in NO.vom Col de Bahne , in SW. vom Mont de Lacha undVaudagne geschlossen; auf der Nordseite die Kette desMont Breven; auf der Südseite der Montblanc mitseinen hohen Nacliharen, von denen vier ausserordent-liche Gletscher (Glaciers des Bossons oder Boissons ,des Bois , d'Argentiere und de la TourJ und zweykleine Gletscher (Glaciers de Gria und Taconay) insThal hinabhängen. Das Dorf Cüamouny verdankt seinEntstehen einem Benediktinerkloster, welches ein Grafvon Genf hier im J. 1099. stiftete.

Entdeckung dieses Thals. Dieses in den Al-pen über alles merkwürdige Thal, aus welchem derhöchste Felsen der alten Welt emporsteigt, war, sounglaublich es scheint, bis zum J. 1741. ganz unbe-kannt. Zu dieser Zeit besuchten es zum erstenmalzwey Engländer, Focock und Windham *) , und ent-deckten gleichsam die Naturwunder dieser von Genfnur 18 St. entfernten Gegend, für Europa und dieWelt. Die erste Nachricht von dem Chamouny-Thalegab der Genfer-Bibliothekar Baulacre in dem Mercurede la Suisse Monat May und Juny des J. 1743. Den-

Pokoke reiste von Genf unter grofser Begleitung mitZellen, Waffen und Nahrungsmitteln versehen ah, weilman dort diese barbarische Gegend nur von Wildenbewohnt hielt, jederman ihn für grofse Gefahren warnte,und über sein tollkühnes Unternehmen lachte. Die ho-hen Gebirge dieses Thals wurden les Montagnes niaudi»tes genannt.