Mannes, der im J. 1519. zuZürch die Reformation begann.Als die benachbarten katholischen Kantone seine Lehremit den Waffen vernichten wollten, zog Zwingli mitder Streitaxt auf der Schulter, in den Reihen der Zür-cher den Feinden entgegen. Er hatte als Feldpredigerder Glarner den Riesenschlachten bey Novarra undMarignan beygewohnt, und hoher Hcldensinn beseelteseinen Geist. Donnerstags den 3. October 1531. grif-fen 8000 Katholiken den kleinen Zürcher - Trupp von2000 Mann bey Cappel an, und schlugen ihn in dieFlucht. Zwingli strit wie ein tapferer Mann, stürztemehrmal unter Steinhagel zu Boden , raffte sich immerwieder auf, fiel endlich rücklings, und wurde erstochen.Er starb mit den Worten: ,, Ob sie gleich den Leibtödten , können sie doch die Seele nicht tödten".Sein Körper wurde in vier Stücke zerhauen und ver-brannt. Thomas Plater rettete Zwingli's Herz ausden Flammen, und Mykonins warf es in den Rhein,damit man es nicht zu einem Gegenstand neuenAberglaubens mache; beyde Männer waren Freundedes Reformators. Zwinglins *) Geschlecht besteht nochjetzt in Zürich und Glarus. (S. Wildhaus'). — Cap-pel ist auch der Geburtsort Josias Simmlers (im No-vember 1530 ), Verfassers theologischer, mathematischerund historischer Schriften. Wenige Werke sind so
*) S. sein ßildnW's auf der Sladtbibliotkek zu Zürich , undeine sehr treue Kopie davon in Ebels Schilderung derGebirgsvölkcr der Schweitz, Zweyter Theil 1802. Seinel’ickelhaube und Streitaxt wird im Zcughame zu Luzernaufbewahrt. 1