ganz hoch gelegnen Gemeinden ausgenommen, wo spar-sam höchstens einzelne Kirschbaume fortkommen, undnur Wiesen und Tannenhaine gesehen werden. — DerKanton hält an Flächen - Inhalt 8—io Q Meilen und52,000. Einwohner. — Das Rindvieh Appenzellsist gröfser als das von Uri, Unterwalden und Glarus,schwarzbraun von Farbe; die Mastkälber werden in 7-8Wochen 1^2 Ctr., in 13 - 15 Wochen 3-3 Ctr. (dasPfund zu 40 Lotli) schwer. Im Sommer weiden imKanton 32—23,000 Kühe.
Geschichte. Das Stift St.Gallen hatte von einemKönig der Franken in der Gegend von Gais, Speicherund ob St. Gallen Rechte erhalten, und die westlichenBurgen gegen Toggenburg und Herisau löste der Abtgegen Ende des XIV. Jahrhunderts an das Stift. Hin-gegen Jppcnzell , Ur nasch , Hundvryl und Teuf feilsteuerten an das deutsche Reich und waren 1378 in denBund von 33 Reichsstätten mit den Fürsten von Baiern,Pfalz und Baden gegen jede ungerechte Gewalt getret-ten. Unter Abt Cuno, dessen Vögte zu Schwendi undAppenzell das Volk äusserst hart und grausam behan-delten , machten die genannten 4 Reichsländli mit Tro-gen , Herisau und allen andern Gemeinden einen Bundund verjagten im J. 1400. die Ubtischeu Vögte. Diezum Vermittler angenommnen Reichsstädte am ßodenseehoben durch ihren Ausspruch sowohl diesen als auchden mit der Stadt St. Gallen geschlofsnen Bund auf,und die Vögte kehrten mit gröfserer Härte zurück.Hierauf schwuren alle Appenzeller den 8 Jet .rer r4un.