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uns eben so wichtig und unvermeidlich, schon aus dem Grunde, weilhauptsächlich in den Reihen des Klerus die Kräfte für die st ät e Pflegedieses Zweiges literarischer Thätigkeit zu finden sind. Fügen wirhinzu: und weil — Gott sei Dank! -- der ganze Muth und dievolle Hingebung, dieser Aufgabe sich um Gotteswillen zu widmen,dem priesterlichen Stande eigen ist.
Erachte man aber fürderhin ja nicht mehr die Aufgabe, welchehierin Klerus und Laienstand haben, für zu gering, wie es leider oftgeschehen! Wir müssen lernen, zum Dienste der Kirche in jeglichemStande Alles zu leisten, was die gebieterische Nothwcndigkeit desAugenblickes erheischt. Wenn die Söhne unserer edelsten Häuser inden begeisterten Tagen der Kreuzzüge sich nicht lange besannen, dasruhmvolle Schwert der Ahnen bei Seite zu legen, und als dienendeBrüder im Hospitale zu Jerusalem die Pilger zu pflegen, um Werkeder leiblichen Barmherzigkeit zu üben: sollte es namentlich dem Kleruszu viel zugemuthet sein, sich bei einem Werke zu betheiligen, welchemvorzugsweise und im besten Sinne des Wortes der Namen eines Wer-kes der geistlichen Barmherzigkeit gebührt? Sollte etwa die elendeVerdächtigung davon zurückschrecken können, welche dem Clerus, soferncer sich an der Tagespresse großherzig betheiligt, allerdings nicht aus-bleiben wird? Der Clerus mag thun, was er will: verdächtigt zusein von Jenen, welche die Wahrheit und die Gerechtigkeit blos imMunde führen, ist und bleibt sein Loos. Und bietet die Würde unddie Bildung des Clerus — in den Augen wenigstens jedes unbefan-gen Urtheilenden — nicht gerade die höchste Bürgschaft, daß die Jour-nalistik nicht mißbraucht werde, daß sie unter solcher Leitung nimmer-mehr in jenes Handwerk ausarte, wie wir es bei so vielen unberufenenLiteraten verachten müssen?
Ja, wir sprechen es mit Entschiedenheit aus. Für unumgäng-lich nothwendig erachten wir es, daß sich die hiezu geeigneten Kräftedes Klerus sammeln müssen; und wir fügen ebenso nachdrücklich hin-zu, daß sich diese Kräfte ganz und ausschließlich diesem Berufe, derschwer und anstrengend genug ist, werden zu widmen haben. DerDilettantismus ist in Knnst und Wissenschaft verrufen, und derPfuscher wird vom ehrlichen Handwerker verachtet. So kann es auchkeinen wahren Nutzen, kein eigentliches Gedeihen bringen, wenn der