NATURGEMALDE
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(gleichsam im Vorgrunde) die zartblältrigen Pisanggebiischeund die hohen Stämme der Palmen bestimmter auszudrü-cken. Man sieht Musagewächse und Fächerpalmen allmähligsich in kleinblättrige Laubbäume, diese sich in niedrigesGesträuch, das Gesträuch sich in die Grasflur verlieren. DieRegion der Gräser reicht so weit als die lockere Erdschicht,welche dünner und dünner sich über dem Berggipfel aus-breitet. Moose, inselförmig an den klüftigen Felswändenvertheilt, Blälterflechten und buntfarbige Psoren bestimmenstufenweise die obere Begrenzung der Pflanzendecke. Ge-schmackvoller wäre vielleicht das Ganze ausgefallen, wennkeine Zahl, keine Beobachtung um den Umrifs der An-deskette selbst geschrieben worden wäre. Aber in diesergeographischen Vorstellung sollten zwey sich oft fast aus-schliefsende Bedingungen zugleich erfüllt werden, Genauig-keit der Projection und malerischer Effekt. Wie weit es unsgeglückt ist diese Schwierigkeit zu überwinden, müssen wirder Entscheidung des Publikums überlassen.
Das Naturgemälde der Tropenländer umfafst alle physi-kalischen Erscheinungen, welche die Oberfläche der Erdeund der Luftkreis von dem loten Grade nördlicher bis zumloten Grade südlicher Breite darbietet. Pflanzen- und Tliier-forinen, und vorzüglich die meteorologischen Phänomene,nehmen, im neuen Welttheile, vom loten bis zum 23stenGrade der Breite einen der Aquatorregion so ganz unähn-lichen Charakter an, dafs es unrichtig gewesen wäre dasselbeNaturgemälde bis an die Wendekreise selbst auszudehnen.