Beurtheilung der Reisebeschreibungen. 193
befindet, herrscht so viel Gefühl, Talent lind Liebhahercyfiir Musik, als in keiner andern Stadt nach Verhältnifs derVolksmenge. Der V. findet, dafs die Fabriken dem Acker-bau, den Sitten und der Bevölkerung schaden, und geradein der Scliweitz zeigt die Erfahrung das Gegenthcil, wo dieBebauung des Landes und die Bevölkerung mit der Auf-nahme der Fabriken zugenommen haben. Nun folgt dieGeschichte einer Holländerin, die mit ihrem Geliebten ent-floh und nach Zürich kam, was ganze iS Seiten füllt?? u. s. w.
68. Wanderungen durch die Niederlande , Deutsch-
land, die Schweitz und Italien, in den Jahren1793 - 94 * 8. Leipz. '79G.
(Wie wir glauben, von Herrn Küttner). Der ersteTheil enthalt die Heise durch die Scliweitz, welche vonSchaflliausen anfangt, und über Zürich, Frauenfeld, Kon-stanz, Roschach, St. Gallen, in den K. A'penzell, auf denhohen Kasten, durchs Rheinthal nach Chur, zurück nachWallenstadt, in den K. Glarus, über die Klarider — Alpenin den K. Uri , durchs Ursernthal , auf den Gothard ,zurück ins Ursernthal, über die Furka ins Ober -Wal-lis , über den Criinsel nach Meyringen , über denBrünig in den Iv. Unterwalden, nach Luzern, überden Sec nach Küfsnacht, Art, in den K. Sehwytz, nachEinsiedeln, Rappersweil, Zürich, Basel, Solothurn, Bern,Thun, ins Lauterhrunnenthal , über die Wenger-Alp inden Crindelwald , zurück über Zweylütschinen nach Leu»singen, Aeschi , Wimmis, nach Blumenstein, Guggisberg,Freyburg, an den Neuenburgersee, Anet, Bielersee, Ncu-chatel, die Bcrgthälcr von Neuchatel, Lausanne, ins V^al-lis und über den St. Bernhard nach Italien geht. Dieganze Reise war in sechs Wochen beendigt; der Leserkann daher nichts anders erwarten , als eine historischeErzählung des bereisten Weges und der Natur, welcheder V. sali. Sie ist übrigens einfach vorgetragen , undliest sich deswegen angenehm.
69. Schweitzerbriefe au Cacilia, im Sommer2 Th. 1796.