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1 (1809)
Entstehung
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II. Abschnitt.

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liehe Minen der verschiedenartigsten Steinarten, ihrerVermischungen und ihrer Uebergänge.

Auf den Scheiteln der Alpen sammelt die Natur ei-nen ewigen Vorrath des befruchtenden Elements für dieweiten Länder Europas. In tausend Strömen entrinntdem unübersehbaren Meer von Schnee und Eis, welchesdie Alpen füllt, Sommer und Winter, Tag und Nachtunausgesetzt der allbelcbende Quell, welcher auf grü-nen Fluthen'seine Wohlthaten ewig wallend nach allenGegenden , bis zum Schwarzen und zum Mittelmcer ,bis zum Adriatischen, und zum Nordmeere vertheilt.

Als das höchste Land und die Mutter der prächtig-sten Flüsse von Europa, vereinigt die Schweitz in ihremkleinen Gebiete die Natur und Produkte des Nordes undSüdes, verstattet in 7 8 Stunden die verschiednenKlimate von 8° bis zum 40 °. der Breite zu durchwan-dern; in einer Tagreise das ewig starrende Eis Spitzber-gens zu betreten und die Glut des Senegals zu fühlen *);das isländische Moos zu sammeln und die Stachelfeigeanzustaunen; 'das Donnern verheerender Schneestürze inder Todtenstille einer erstorbnen Natur, und den Ge-sang der sizilianschen Zygale zu hören.

Der Pßanzcnkundige findet in diesen zahllosen Ge-bürgsstaffeln und Thälern eine ausserordentliche Aus-beute. Schon kennt man 496 Pflanzengattungen und1800 Arten, über 1000 Kryptogamisten; und doch sind

*) In Unterwallis steigt das Reaumiirsche Thermometer imSchatten, des Sommers auf 24 ißi Grad, am Felsen derSonne ausgesetzt auf 38 und bisweilen auf 4b Grade.