kann mir vorstellen, daß du selbst da Göt-terspürche in der Hofsprache des Himmelszu reden geglaubt haben wirft, wo Mendek-sohn nur gutes schweizerisches Deutsch undgute warme Absichten sähe. Desto mehr,theurer Märtyrer, schmerzt es mich, da duvon vielen für einen ohnmächtigen Enthu-siasten gehalten wirst, daß du dich so betro-gen findest. Habe aber Dank von mir, duwirst dereinst, wenn du in penetrabelm Lichtwandeln, und durch Crystallinsen, derenBrennpunkt du selbst berechnet hast, in dieEwigkeit hinausschauen kannst, reichlich da-für belohnt werden. Dann wirst du dasVergnügen, das du jetzt oft zwischen Wa-chen und Schlafen empfindest, ganz wachend,mit starken Nerven durch alle Poren cinsau-gen, daß nicht so viel verlohren geht, als inder Hölle oder in dem Cabinet eines Meß-künstlers anzutreffen ist. Es ist aber un-streitig eine Schande unsers Zeitalters, daßman so viel warme Religion in einem so jun-gen Manne verkennt. Bey dem geringstenSpruch aus der Bibel verfällt er in geistliche
Zuckun-